Tipps & Tricks

Nr. 188 – Wie beschütze ich verletzte kindliche Anteile?

Verletzte, kindliche Anteile sind intensiv, oft kaum auszuhaltende Wunden; sind sie doch die im Körper fühlbaren Auswirkungen von beispielsweise Schikane und Tyrannei, von Verlust, Verrat, Beschämung und Gewalt. Diese wunden Anteile vor weiteren Attacken beschützen zu wollen ist nur logisch. Aber welches ist der beste Weg, zu beschützen?

Nr. 187 – Wenn Annahme sich wie Kapitulation anfühlt

Annahme ist nicht gleich Annahme. Je nachdem, vor welcher Aufgabe im Innern Sie stehen, kann die Annahme der beteiligten Gefühle und Gedanken beispielsweise etwas Wunderschönes und lang Ersehntes sein, zu einem Kraftakt werden, oder sich wie Kapitulation und Hoffnungslosigkeit anfühlen. Was bedeutet es, wenn Annahme sich so ungewöhnlich anfühlt, wie z.B. eine Kapitulation?

Nr. 186 – Innere Kritiker im Gewand aktueller gesellschaftlicher Themen

Über die letzten Jahre ist mir in den Focusing-Sitzungen, die ich begleite, des Öfteren ein spezieller Typus des inneren Kritikers begegnet. Ich erinnere mich an das erste Mal, als dieser Kritiker auftauchte; damals arbeitete ich mit jemandem, der sich als Umweltaktivist verstand. Im weiteren Verlauf lernte ich immer mehr Menschen kennen, denen es – als „Normalbürger“ – ähnlich erging: Zum einen erlebten alle einen großen Schmerz über den Zustand der Natur und wie wir mit ihr umgehen. Zum anderen war etwas anderes anwesend: Eine stark bewertende, ja verurteilende und vernichtende innere Stimme, wenn das eigene Verhalten von der gesetzten Norm, sich „richtig“ zu verhalten, abwich.

Nr. 185 – Verstehen, wie wichtig Sie sind

Es leicht, die Wichtigkeit der Rolle, die Sie selbst in der Begegnung mit Ihren Gefühlen und Gedanken spielen, misszuverstehen oder zu unterschätzen. Dieses Missverständnis können Sie an verschiedenen Stellen Ihres inneren Prozesses bemerken; und erst wenn Ihnen bewusst wird, wie sehr Ihre Aufmerksamkeit und Zuwendung in der inneren Begegnung benötigt wird, bekommt die Praxis etwas Lebendiges, Interessantes und Zukunftsweisendes.

Nr. 184 – Stilles Leiden: Was fehlt, wenn Präsenz fehlt

Wenn Sie die Verbindung zu Ihrem Inneren verlieren, dann mündet dies oft in stilles Leiden. Der Körper fühlt sich schlecht an, voller Spannung und innerlich zerrissen, der Kopf schwer, die Lebensenergie nicht erreichbar. In diesem Zustand ist es einigermaßen schwierig, zu erkennen, worum es eigentlich geht und was überhaupt fehlt. Deshalb möchte ich an dieser Stelle einmal eine Kurzversion vorstellen, die mit etwas Erfahrung im Focusing dazu benutzt werden kann, im Alltag eine der Grundvoraussetzungen wiederherzustellen: Präsenz.

Nr. 183 – Machtmissbrauch benennen

In vielen Einzelsitzungen bin ich als Begleiter Zeuge von Themen, die mit dem Missbrauch von Macht zusammenhängen bzw. direkte Folgen dieses Missbrauchs sind. Machtmissbrauch klar zu benennen fällt den meisten Menschen, mit denen ich arbeite, zunächst schwer. Dies liegt an der inneren Dynamik, die sich schützend um den Vertrauensbruch und den Schmerz des Missbrauchs herum gebildet hat – und dadurch auch den Täter und die Tat vor einer klaren Benennung schützt.

Nr. 182 – Leben in den Erwartungen Anderer

Das Leben in den Erwartungen Anderer fängt früh an. Als Vater weiß ich: Ich habe immer Erwartungen an mich und an mein Kind. Ein Schlüssel zur Befreiung daraus ist die Frage: „Was passiert, wenn eine Erwartung nicht erfüllt wird?“. Gelingt es mir, meine Erwartungshaltung zu erkennen, diesen starren Druck, und wieder neugierig zu werden auf das, was und wer (stattdessen) eigentlich da ist und sein möchte?

Nr. 181 – Im Würgegriff des „Ich muss“

Ich muss schnell machen. Da muss ich mitmachen. Da darf ich nicht Nein sagen. Wenn ich ständig etwas „muss“, dann verliere ich leicht das Gefühl für meine eigene Geschwindigkeit, was mir wichtig ist, was ich brauche, wer ich bin – und befinde mich in einer subtilen Falle: Alles, was ich tue, um aus diesem unangenehmen Gefühl auszusteigen (zum Beispiel Focusing lernen) wird auch sofort zu einem „Muss“. Ich muss Focusing lernen. Ich muss das richtig machen. Ein Teufelskreis ist entstanden. Welche anderen Möglichkeiten gibt es?

Nr. 180 – Gefühle lösen oder verleugnen

Gefühle oder Gedanken werden als „unerwünscht“ gebrandmarkt, wenn diese nicht ins Bild passen oder als gefährlich erlebt werden. Dies ist ein oft grundlegender Konflikt in Bezug auf eine ganze Reihe von Gefühlen und deren Ausdruck, zum Beispiel Wut und Ärger. Die Lösungsversuche bescheren Ihnen zusätzlich einen unangenehmen Zustand – und es gibt neben den gewohnten Strategien, eine schnelle Lösung zu finden oder zu verleugnen, eine weitere Option, die ich hier gerne darstellen möchte.

Nr. 179 – Gleichbleibendes näher betrachten

Es passiert leicht, die innere Welt der Gefühle und Gedanken als etwas Gleichbleibendes zu sehen: „Immer bin ich …“, „Ich spüre da nie etwas …“, „Mein Muster ist immer …“, „So bin ich …“, „Meine Sorge ist ständig …“, „Ich habe Angst, dass es immer …“, „Die ganze Zeit denke ich …“ – Lassen Sie sich von der Idee des gleichbleibenden „Immer“ einfangen, so kann Stillstand und Hoffnungslosigkeit entstehen.

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