Über das Zentrum und Elmar Kruithoff

Hallo, mein Name ist Elmar Kruithoff. Als ich nach meinem Studium anfing zu arbeiten, sah das von Außen gesehen alles ganz erfolgreich aus. Ich hatte einen guten Arbeitsplatz als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Abteilung für Medizinische Psychologie am Uniklinikum in Hamburg. Zusätzlich arbeitete ich als externer Berater mit landesweiten Forschungsdatenbanken und war auf dem Weg, ein Psychoanalytiker zu werden.

Das war eine wertvolle Zeit, aber … irgendwie fühlte es sich nicht ganz richtig an. Mir fehlte etwas Wichtiges.

Elmar Kruithoff

Es gab dann einen klaren Wendepunkt in meinem Leben; ich setzte mich hin und fragte mich zum ersten mal: Was ist eigentlich wirklich wichtig in meinem Leben? Ich machte dies als ich noch Student war, und die Beschäftigung mit dieser Frage initiierte viele tiefe Veränderungen in meinem Leben.

Ich verstand, dass ich immer einen gewissen inneren Raum vor Gruppendruck, Bewertungen oder Erwartungen geschützt hatte. Es war so etwas wie mein eigener Kern. Wenn ich mich mit diesem Kern verbunden fühlte, dann wusste ich was wichtig, bedeutungsvoll oder wirklich für mich war. Außerdem bemerkte ich, wie einfach es war, diesen Raum zu verlieren, ihn zu vergessen und einfach damit weiterzumachen „erfolgreich“ zu sein.

In meiner Freizeit organisierte ich Seminarreihen, z.B. mit Christine Caldwell, Professorin für körperorientierte Verfahren an der Naropa-Universität in Boulder, und entwickelte Seminare zusammen mit ihr. Hinzu kamen Vipassana-Seminar mit Sonia Moriceau sowie Seminare zum Thema Dynamic Facilitation sowie Thinking at the Edge, einer Variante des Focusing. 

Mit der Zeit wurde mir dann klar, dass die gleichzeitige Arbeit an der Uniklinik und den externen Firmen zu viel meiner Zeit aufbrauchte. Ich stellte mir dann eine Variante der ersten Frage: Was ist mir wichtig in meiner Arbeit? Wie will ich eigentlich arbeiten? Und falls ich mich selbständig machen sollte, welche Methode(n) sind essentiell? Die Antwort war: Fang mit Focusing an. Die innere Freiheit, die mit dieser einfachen Praxis verbunden war, ist ein hohes Gut für mich; genau wie die Gleichwertigkeit und Gleichwürdigkeit, die dieser Ansatz vermittelt.

Ich erweiterte so meine Arbeit schrittweise und gründete dann meine eigene Firma: 2009 fing ich als Selbständiger in Vollzeit an, nachdem ich dies eine Dekade lang nur “nebenbei” machen konnte. Jetzt unterrichte ich Focusing als Methode für die eigene Selbstreflexion und zur persönlichen Entfaltung und Entwicklung.

Symposium "Focusing - Die zentralen Elemente" am DKFZ in Heidelberg

In diese Arbeit lasse ich natürlich auch meine anderen Trainings einfließen, wie zum Beispiel Coaching, Thinking Environment, Dynamic Facilitation (R. Zubizarreta), Thinking at the Edge, Körperorientierte Verfahren (C. Caldwell, G. Downing), Traumaarbeit (B. Rothschild), Vipassana-Meditation (S. Moriceau) and Shiatsu Körperarbeit.

Seit 2005 arbeite ich eng mit Ann Weiser Cornell zusammen. Sie ist die Gründerin des Inner Relationship Focusing und ich organisiere jedes Jahr ein Seminar mit ihr in Hamburg. Ich biete außerdem Focusing Sitzungen und Tutorien für sie (hauptsächlich in den USA) an. Ich bilde Focusing Lehrerinnen und Lehrer aus und organisiere Seminare in Europa. Außerdem habe ich das erste Seminar in Zusammenarbeit mit dem Focusing Institute (New York) in Deutschland ausgerichtet. Seit 2013 unterrichte ich als externer Dozent für die Focusing-Lehrerzertifizierung von Focusing Resources. Seit 2014 biete ich individuelle Trainings über Focusing Resources in englischer Sprache an.

Seit 2012 bin ich Focusing-Lehrer für Russell Delman, Gründer der Embodied Life School. Durch diese Zusammenarbeit habe ich mit vielen Menschen gearbeitet, die mit Körperarbeit, Meditation und Focusing ihre Lebensqualität verbessern möchten.

Ein weiterer Schwerpunkt meiner Arbeit sind integrierte Seminare an Schulen sowie Fortbildungsveranstaltungen für die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. 

Seit 2013 unterrichte ich in Polen, anfangs nur über Skype und seit 2014 direkt vor Ort. Rechts im Bild sehen Sie die Präsentation an der  Universität Kozminski am 24.3.2014.

Über die letzten Jahre ist das Zentrum für Focusing Kompetenzen deutlich gewachsen; so wie natürlich auch das Netzwerk von Menschen, die sich während der Trainings gegenseitig unterstützen. Für mich ist es ein großes Geschenk zu sehen, wie all diese Menschen zusammen lernen und sich gegenseitig helfen.

Das Zentrum für Focusing Kompetenzen wird weiter wachsen. Ich werde weiterhin wöchentliche Tipps zu der Praxis von Focusing per Newsletter senden und auf mein Blog stellen; und es wird regelmäßig neue Materialien geben, die ich dann auf dieser Seite online stellen werde. 

Präsentation: "The essence of transformation – Bringing Focusing and Felt Sensing into Coaching" in Warschau