Tipps & Tricks Nr. 70 – Wovon Präsenz befreit

Stellen Sie sich vor, Sie würden ständig abgewertet und kritisiert. Sie und Ihre Existenz würden mit ängstlichen Augen betrachtet; und was immer Sie sagen, es würde ignoriert, lächerlich gemacht und kritisiert.

Jeder Versuch, die eigene Stimme einzubringen, würde niedergemacht. Ohne dass Sie es bemerkten, kämen Sie in eine Rolle hinein, in der Sie sich wegduckten, still und starr wären, und sich lieber nicht mehr zu Wort melden würden.

Oder stellen Sie sich vor, Sie würden ständig in den Himmel gelobt und gefeiert. Sie und Ihre Existenz würden mit bewundernden Augen betrachtet; und was immer Sie sagen, es würde immer in den Vordergrund gestellt, wichtig gemacht und zum Mittelpunkt der Welt erklärt.

Jeder Versuch, die eigene Stimme einzubringen, würde zum Anlass genommen, Ihnen noch mehr Beifall zu spenden. Ohne dass Sie es bemerkten, kämen Sie in eine Rolle hinein, in der Sie sich falsch fühlten, Ihre Interessen verlören, und sich lieber nicht mehr zu Wort melden würden.

Gibt es Aspekte in Ihnen, die sich so oder so ähnlich fühlen? Ständig abgewertet oder ständig gelobt? Falls ja, dann wird Präsenz, die grundlegende Fertigkeit, in gutem Kontakt mit sich selbst zu sein, befreiend wirken. Denn Präsenz ist nur daran interessiert, wie es ist.

Mit Präsenz können die Aspekte, die (positiv oder negativ) bewerten und 1000 Strategien vorschlagen, wie Sie anders sein könnten, voll und ganz gesehen werden. Und die Aspekte, die bewertet werden und versuchen, damit zurechtzukommen und zu überleben, könnten auch voll und ganz gesehen werden. Endlich!

Im So-gesehen-werden werden all diese Aspekte, die miteinander verstrickt sind, voneinander befreit. Einzeln können diese Ihre Wünsche und Sorgen für Sie als gesamte Person zu Gehör bringen. Einzeln können sie gehört und verstanden werden und lassen langsam voneinander ab. Die inneren Kämpfe fangen an, weniger hart zu werden; und ein neues Lernen und Wachsen setzt ein.

Sie selbst werden befreit von Angst, Scham, Ärger, Druck, Anpassung, Selbstmanipulation, Selbstsabotage, Selbstbeschränkung, Selbstbetrug oder dem Leben nur für die Bedürfnisse anderer Menschen – um nur einige Möglichkeiten zu nennen. Frei zu sein bedeutet nicht, diese Anteile von jetzt auf gleich nicht mehr zu haben – vielmehr können Sie, wenn Sie so frei sind, diesen ein guter Raum sein, ihnen zuhören und sie verstehen, als Teil Ihres Lebens.

Sie sind dann, in diesem Moment, der Mensch, den Ihre Anteile so dringend benötigen; der in der eigenen Kraft stehende, verantwortungsvolle, lauschende, zugewandte, interessierte, mitfühlende Mensch. Sie sind dann befreit worden von den limitierten Bewertungen, Glaubenssätzen und Strategien der einzelnen Aspekte in Ihnen; diese sind immer noch (so oder in anderen Formen) da, aber Sie selbst sind aus Ihnen aufgetaucht in ein besseres Leben.

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