Tipps & Tricks Nr. 43 – Wie verbessere ich die Einführung in den Körper?

Jemand stellt folgende Frage:

„Wenn ich als Begleitung die ‚Einführung in den Körper‘ von den Übungsblättern einfach nur ablese, habe ich kein gutes Gefühl damit. Es hört sich für meine Ohren künstlich und nicht sehr hilfreich an. Wie kann ich das verbessern?“

Vielen Dank für diese Frage. Sie bemerken, wie künstlich sich die vom Blatt abgelesene Einführung in den Körper im Moment noch anhört. Es gibt einige Kniffe, um dies langsam zu verbessern.

Nehmen Sie sich selbst wahr während Sie sprechen

Ein Fehler in der Begleitung ist es, die Aufmerksamkeit zu sehr auf die andere Person zu richten. Bleiben Sie bei sich, so entsteht ein weiter, absichtsloser Raum, der hilfreich für die eigene Exploration ist. Meine Empfehlung ist es also, dass Sie Ihren eigenen Körper wahrnehmen – und zwar während Sie sprechen. Dies gilt auch, wenn Sie vorlesen.

Probieren Sie dies auch einmal aus, wenn Sie mit jemandem im Gespräch sind. Spüren Sie sich mehr als normalerweise währen Sie sprechen. Sie werden bemerken, dass Sie einen Tick langsamer werden, in der Sprache als auch in der Bewegung: Sie sind bewusster und dies hilft der anderen Person, Ihnen zuzuhören.

Folgen Sie selbst den Anweisungen

Wenn Sie eine Anleitung vorlesen, wie bspw. die ‚Einführung in den Körper‘, dann ist meine Empfehlung, dass Sie allen Anweisungen selber folgen. Lesen Sie also „Nimm dir Zeit, deinen Körper als eine ganze Form wahrzunehmen“, dann nehmen Sie sich selbst auch Zeit, Ihren eigenen Körper als ganze Form wahrzunehmen.

Versuchen Sie, jede einzelne Anweisung sozusagen durch das eigene Tun hindurch vorzulesen: Sie tun was Sie lesen, und Sie lesen was Sie tun. Dann verliert das Vorlesen die Künstlichkeit. 

Belassen Sie Ihre normale Stimme

Sie brauchen für eine gute Einführung in den Körper keine „samtweiche“ Stimme. Meine Empfehlung ist, die Stimme nicht künstlich zu verändern. Ja, es gibt Veränderungen in Ihrer Stimme, wenn Sie die erste und zweite Empfehlung oben berücksichtigen – Sie werden höchstwahrscheinlich langsamer, verbundener, ruhiger, etwas singender, etwas tiefer als gewohnt.

Verändern Sie Ihre Stimme aber nicht mit der Vorstellung „so muss das sein“. Wenn Sie bemerken, dass Sie so etwas tun, dann holen Sie bewusst Ihre normale Stimme wieder hervor – und konzentrieren sich stattdessen wieder auf den eigenen Körper und die Umsetzung der Anweisungen im eigenen Erleben.