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27.03.2017

Tipps & Tricks Nr. 152 – Mauern und die Kraft des stillen Miteinanders

Mauern kommen in Focusing-Sitzungen häufig vor. Sie trennen mich ab, verhindern die Begegnung mit bestimmten Gefühlen und Gedanken und versuchen mich so zu schützen. Dadurch bestimmen sie mein Fühlen und Denken, und zwar so lange wie ich mir ihrer Anwesenheit nicht bewusst bin. Taucht solche eine Mauer auf, wird es interessant. Welche Möglichkeiten und Fallen gibt es?

20.03.2017

Tipps & Tricks Nr. 151 – Wie Trauer lebendig und wandlungsfähig werden kann

Letzte Woche war der erste Jahrestag des Todes meiner Mutter. Für mich ist es inzwischen leichter, mich der Trauer im Focusing zuzuwenden, weil dann etwas passiert, was ich sonst nicht erreichen kann: Die Trauer wird in einer Art und Weise lebendig, die wertschätzend und nährend zugleich ist.

13.03.2017

Tipps & Tricks Nr. 150 – Dringlichkeit als Zeichen, innezuhalten

In manchen Situationen entsteht ein Dringlichkeitsgefühl, das bei genauerem Hinsehen eine wichtige und nicht so leicht zu hörende Information enthält. An der Oberfläche höre ich zum Beispiel: „Schnell, du musst dich jetzt entscheiden, sonst …“ oder „Dazu musst du jetzt unbedingt etwas sagen, sonst …“ oder auch „Ich braucht jetzt unbedingt einen Kaffee, sonst …“ In der Tiefe wird allerdings etwas ganz Anderes wichtig … nur was eigentlich? Es bleibt die Frage, wie ich über die Dringlichkeit hinausschauen und ohne Druck agieren kann. 

06.03.2017

Tipps & Tricks Nr. 149 – Das Gute an unangenehmen Wahrheiten

Es ist leicht, unangenehme Wahrheiten mit allen möglichen Tricks zu vermeiden. Leider bleibe ich dadurch Gefangener genau dieser Wahrheiten. Hier ein Beispiel von heute.

01.02.2017

Tipps & Tricks Nr. 148 – Über das Sprechen ins Fühlen kommen

Focusing-Sitzungen beginnen oft mit einem klaren Schnitt: Ich halte inne und spüre zuerst meinen Körper. Es ist wie die Suche nach neutralem Boden, von dem aus ich sodann eine Einladung aussprechen kann – was ist wichtig, hier und jetzt in meinem Leben? Ein weiterer Zugang ist das Sprechen; ich kann über das Sprechen ins Fühlen kommen. Hier erkläre ich, wie das geht.

24.01.2017

Tipps & Tricks Nr. 147 – Die eigene Geschwindigkeit nutzen und schützen

In Focusing-Sitzungen werden gerne zwei Geschwindigkeiten beschrieben. Zum einen sind da die schnellen, oft automatisch ablaufenden Alltagssituationen, sowie der Wunsch, zu schnellen Lösungen zu kommen. Zum anderen gibt es eine Art Eigengeschwindigkeit, die meist deutlich langsamer ist; sowie den Wunsch, mehr Zeit im Spüren und Beschreiben zu verbringen. Wie gehe ich am besten mit der Spannung zwischen diesen unterschiedlichen Geschwindigkeiten um?

17.01.2017

Tipps & Tricks Nr. 146 – Aufmerksamkeitsqualität und innere Freiheit

Eine hohe Qualität der Aufmerksamkeit ist wie Wasser in der Wüste. Sie führt dazu, dass wachsen und gedeihen kann, was ansonsten verdorren würde. Sie ist die Grundlage für ein Mehr an innerer Freiheit und Klarheit. Wodurch aber zeichnet sich eine hohe Aufmerksamkeitsqualität aus?

10.01.2017

Tipps & Tricks Nr. 145 – Wozu dient es, Gefühlen und Gedanken Raum zu geben?

Durch das Zuhören im Focusing gebe ich Gefühlen und Gedanken Raum. Letztlich werde ich zu einem Raum, der annehmend und zuhörend ist. Wozu aber dient dies? Welche Vorteile hat es, meinen Gefühlen und Gedanken Raum zu geben?

06.12.2016

Tipps & Tricks Nr. 144 – Der eine Punkt, an dem Sie vorwärts kommen oder stecken bleiben

Es gibt einen Punkt im Erleben, an dem sich entscheidet, ob ich in meiner Entwicklung im Focusing weiterkomme oder stehenbleibe. In den Focusing-Sitzungen läuft alles auf die Unterstützung und das Verstehen dieses Punktes hin. Was aber ist dieser Punkt und wie kann ich damit klarer umgehen?

07.11.2016

Tipps & Tricks Nr. 143 – Neu entstehende Sichtweisen unterstützen

In den Focusing-Tandems arbeitet man zusammen, um sich gegenseitig auf neuem Terrain zu begleiten. Wie ich mich dabei selbst sehe unterläuft über die Zeit einem fundamentalen Wandel. Wo ich mir vorher kritisch, zweifelnd, abwertend, emotionsgeladen gegenüberstand, kann ich nun warmherzig, mitfühlend und ausgleichend sein; und es gibt einen Weg, wie die Begleitung dies unterstützen kann.

01.11.2016

Tipps & Tricks Nr. 142 – Zwei Aspekte, die dem Wort „Stress“ fehlen, um hilfreich zu sein

Das Wort „Stress“ begegnet mir manchmal, wenn sich jemand dafür interessiert, Focusing zu erlernen. Denn der Grund für verschiedenste Symptome wird, nach ärztlicher Abklärung, oft im Stress gesehen. Leider fehlen dem Wort Stress mindestens zwei wichtige Aspekte, um in weiteren Verlauf des Focusing noch hilfreich zu sein.

17.10.2016

Tipps & Tricks Nr. 141 – Vom Widerstand lernen

Widerstand ist ein Wort, das ich in der Begleitung von Focusing-Sitzungen häufig höre. Es wird oft als ein Unwohlsein beschrieben: Bis hierhin und nicht weiter. Im Alltag führt es dann häufig dazu, zu zögern, abzudriften, auszuweichen oder zu kritisieren. Wie aber ist es möglich, Widerstände anders zu sehen - und davon zu lernen?

10.10.2016

Tipps & Tricks Nr. 140 – Spickzettel für Begleiterinnen im Level 1

Jemand hat mich gefragt, ob ich nicht einen Spickzettel für Begleiter im Focusing Level 1 hätte. Das Begleiten in dieser ersten Unterrichtsstufe ist noch sehr übersichtlich. Hier ist also der kleine Spickzettel für alle im Level 1 – ultrakurz und hoffentlich hilfreich.

03.10.2016

Tipps & Tricks Nr. 139 – Ich mache mich stark für …

Letztens habe ich im Focusing mit jemandem gearbeitet, der in Kontakt mit etwas in sich war, das sich sehr niedergeschlagen fühlte. Ich reflektieren dies mit „Du nimmst also wahr, wie niedergeschlagen es sich im Moment fühlt.“ um mich dann etwas einladen zu hören, was ich so vorher noch nicht gesagt hatte.

27.09.2016

Tipps & Tricks Nr. 138 – Experte werden für sich selbst

Wer gelernt hat, sich die meiste Zeit den Bedürfnissen Anderer anzupassen, für den sind Focusing-Sitzungen gern einmal eine Reise ins Unbekannte. Nach und nach ist es möglich aufzutauchen aus dem, was „sollte“ und „müsste“ … und eigentlich nie wirklich passte.

20.09.2016

Tipps & Tricks Nr. 137 – Erfolge würdigen und stützen

In Focusing-Sitzungen gibt es oft mindestens zwei Wege, die ineinander übergehen. Ich kann direkt mit einer schwierigen Situation arbeiten, d.h. also mit den Gefühlen, Gedanken etc. die in mir dazu auftauchen. So kläre ich mich und werde bereit, neue Möglichkeiten des Erlebens und Verhaltens auszuprobieren. Der zweite Weg ist, einzuladen was immer mir in der besagten Situation helfen könnte. Dies zielt auf pragmatische, kleine Veränderungen mit oft großer Wirkung. Beide Wege führen über die Zeit zu erfolgreicher Wandlung und neuen Möglichkeiten – und dies kann gefeiert und gewürdigt werden.

01.09.2016

Tipps & Tricks Nr. 136 – Zeit allein heilt keine Wunden

Wenn ich Focusing-Sitzungen begleite, dann passiert immer wieder das Gleiche: Vergangene Situationen, in denen es kein Vorwärtskommen sondern nur Stillstand und Schmerz gab, werden wieder lebendig. Aber nicht nur das. Sie fangen an, sich zu wandeln und, ja, zu heilen. Die Zeit, die bis zu solch einer bewegenden Sitzung vergangen ist, kann dabei helfen, Abstand zu gewinnen, heilen tut aber etwas Anderes.

25.08.2016

Tipps & Tricks Nr. 135 – Lebendig sein mit sich, und nicht tot

Am Leben und doch irgendwie tot bin ich, wenn ich mir selbst nicht begegnen kann. Für mich ist der Kern von Lebendigkeit der Akt des offenen Sehens und Hörens, zuerst im Innern: „Ich sehe dich!“ und „Ich bin neugierig auf dich!“. Dies bedeutet auch: „Ich kenne dich nicht“ und „Ich möchte dich kennenlernen“. Ich bin interessiert, ich gehe mit offenem Herzen auf dich zu.

11.08.2016

Tipps & Tricks Nr. 134 – Warum es oft wichtig ist, langsam voranzugehen

Focusing handelt davon, eine tiefe innere Begegnung zu ermöglichen. Mir selbst begegnend lerne ich von dem, was in mir auftaucht – indem ich behutsam beschreibe, differenziere, lausche und ernstnehme. Die Suchen nach Antworten kann anfangs aber auch dazu verleiten, mit Druck und Frust unterwegs zu sein – viel zu schnell meistens - und dadurch weniger und weniger Begegnung zu ermöglichen.

06.07.2016

Tipps & Tricks Nr. 133 – Warum konkrete Beispiele eines Problems gut für Veränderungen sind

Wenn Sie Focusing mit einer zu weit gefassten Fragestellung („ich will zufriedener sein“, „alles muss gut werden“, „ich muss den richtigen Partner finden“, „ich muss besser kommunizieren lernen“) probieren, dann kann es sein, dass Sie sich einfach im Kreis drehen. Stattdessen kann es sehr hilfreich sein, dass Sie Ihr Thema so weit konkretisieren, dass Sie tatsächlich konkrete neue Schritte finden können.

14.06.2016

Tipps & Tricks Nr. 132 – Wie ist es eigentlich, wenn mir wirklich zugehört wird?

Es ist keine Schande, dass Gefühl zu haben, dass mir niemand wirklich zuhört. Denn es ist im Alltag tatsächlich sehr selten, dieses Gefühl vollständig gehört und gesehen zu werden. Mein Körper weiß genau, wie es sich anfühlt, jemandem gegenüber zu sitzen, der zuhören kann; sogar ohne viele Worte. 

30.05.2016

Tipps & Tricks Nr. 131 – Mitgefühl über Generationen hinweg

Kann es sein, dass ein körperliches Symptom oder eine Schwierigkeit im Leben direkt mit einem Menschen einer anderen Generation zu tun hat? Aus meiner Erfahrung in Focusing-Sitzungen kommt dies häufiger vor; und wenn dem so ist, wie kann ich dann mit so etwas „in mir“ arbeiten?

11.05.2016

Tipps & Tricks Nr. 130 – Wenn Sie als Kind geschlagen wurden

Die gesamte Situation, der Moment, in dem ich als Kind geschlagen werde, verändert alles. Es kann sein, dass Sie auch heute noch denken, dass das damals doch „normal“ gewesen ist. In den Focusing-Sitzungen, die ich begleite, bekomme ich dagegen ein ganz anderes Bild: Komplexe Schwierigkeiten im Erwachsenenalter hängen jetzt und hier an der immer noch aktuellen Erfahrung, geschlagen worden zu sein, und der Erwartung, wieder und wieder tief verletzt zu werden.

14.03.2016

Tipps & Tricks Nr. 129 – Eine Oase in der Wüste

Es gibt eine Erfahrung, die ich inspirierend für Beziehungen jeglicher Art finde: Wenn ich den Mut habe, einfach jemandem gegenüber zu sitzen, sich anzuschauen und erst einmal still zu sein. Wobei „still sein“ bedeutet, mein Gegenüber und „uns zusammen“ wirklich wahrzunehmen. Sich hierfür Zeit zu nehmen dauert nur ein oder zwei Atemzüge. Das Ergebnis ist eine andere, neue Art von Begegnung.

07.03.2016

Tipps & Tricks Nr. 128 – „Ich bin busy“: Der Versuch, eine gute Lösung für etwas ganz anders zu finden

Je mehr ich mit Menschen in Leitungspositionen arbeite, desto öfter begegnet mir die Wendung des „Ich bin busy“. Nicht als Angeberei gegenüber anderen, sondern als leidvolle Erfahrung, die im Focusing angeschaut wird, um etwas Neues zu entwickeln. Das ständige Beschäftigtsein ist ein relevanter Faktor, egal ob es meine Einschätzungen, Entscheidungen, Prioritäten beeinflusst oder ob es meine Kommunikation verändert. Denn egal wie interessiert und offen jemand gegenüber einer tiefen Selbstreflektion auch sein mag, die Ebene des ständigen Tuns ist verlockend.

29.02.2016

Tipps & Tricks Nr. 127 – Außer sich geraten … und wieder Platz in sich nehmen

Ärger und Wut sind eine Herausforderung. Die Verlockung ist groß, den Ärger entweder nur zu unterdrücken oder mit Wucht in eine Beziehung zu geben. Beide Strategien sind, wie Sie vielleicht wissen, leidvoll - und haben eins gemeinsam.

22.02.2016

Tipps & Tricks Nr. 126 – Das Weder-Noch der inneren Freiheit

Aus der Sicht innerer Kämpfe mit Druck und Selbstunverständnis ist ein Zustand innerer Freiheit erst einmal schwer zu verstehen. Es kommt dann eine grundsätzliche Frage auf: Wenn ich WEDER dies NOCH das bin, wer bin ich dann? Wenn ich weder „nur erfolgreich“ noch „nur erfolglos“ sein kann; weder „nur an die Bedürfnisse Anderer angepasst“ noch „nur für mich selbst sorgend“ … wer bin ich dann? Wenn ich mich weder für „nur A“ noch für „nur B“ entscheiden kann, wenn ich weder "nur gut" noch "nur schlecht" bin ... wie geht es dann eigentlich weiter?

13.02.2016

Tipps & Tricks Nr. 125 – Die Freiheit, neugierig auf sich selbst zu sein

Öfters werde ich gefragt „Was bekomme ich eigentlich, wenn ich mit Ihnen arbeite?“. Also: Was bekomme ich durch diese Art der Auseinandersetzung mit mir selbst und meinen Werten, meinen Beziehungen, meinen Wünschen, meinen Projekten, meinen Verletzungen? Meine Antwort auf diese Frage variiert immer ein wenig, aber letztlich geht es immer um eines: Sie bekommen Freiheit.

06.02.2016

Tipps & Tricks Nr. 124 – Miteinander sprechen und die Kunst, sich währenddessen zu spüren

Wie wäre es wunderbar, wenn es eine Art miteinander zu sprechen gäbe, die wirklich hilfreich ist und sich außerdem auch noch gut anfühlt. Was bedeutet hilfreich? Es bedeutet, dass ich während ich spreche wahrnehmen kann, was in mir vorgeht, ohne dass es darum geht Recht zu haben. Es bedeutet, wirklich interessiert daran zu sein, was gerade vor sich geht – also zuzuhören und anzuerkennen, dass es andere Sichtweisen als die meine gibt und es immer die Möglichkeit gibt, gemeinsam nach neuen Lösungen und Möglichkeiten zu suchen. Hier ein Beispiel.

26.01.2016

Tipps & Tricks Nr. 123 – Die Flucht meiner Großeltern nach Deutschland

In einer Focusing-Sitzung heute habe ich mit einem immer wiederkehrenden Gedanken gearbeitet und diesen bis zu meinen Großeltern verfolgen können – und DEM Ereignis meiner Herkunftsfamilie, der Flucht nach Deutschland im zweiten Weltkrieg. An der Oberfläche geht es bei diesem Gedanken darum, welchen Beruf ich ergreifen sollte, um „richtig“ und „erfolgreich“ zu sein (ich habe natürlich den falschen ;). Unter der Oberfläche toben Gefühle von Einsamkeit, Heimweh, Traurigkeit, Wut, Wertlosigkeit, Scham sowie Liebe, Lebendigkeit und Sehnsucht – und VOR ALLEM ANDEREN etwas, das mich selbst überrascht hat.

19.01.2016

Tipps & Tricks Nr. 122 – Lebendigkeit, Leidenschaft, Vielfalt und Reichtum wahrnehmen

Wie schnell es geht, das eigene Erleben in die Kategorien „Problem“ und „Lösung“ zu sortieren. Oder in „gut“ und „schlecht“; in „achtsam“ und „schlecht“; in „gewaltlos“ und „schlecht“. Oder „zu viel“ und „zu wenig“ und vor allem: „nicht richtig“. Wie wäre es stattdessen, den Fokus auf etwas völlig anderes zu legen?

12.01.2016

Tipps & Tricks Nr. 121 – Über die Schwierigkeit WIRKLICH etwas zu verändern

Über die Jahre habe ich sehr viele Focusing-Sitzungen gesehen und begleitet. Mir ist dabei aufgefallen, dass es oft schwierig ist, ins Handeln zu kommen – sprich: die eigenen Ideen und den eigenen Part in der Bewältigung einer Herausforderung wirklich ernst zu nehmen. 

16.12.2015

Tipps & Tricks Nr. 120 – Wie ich mein eigener Gegner werde (und wie nicht)

In Beziehungen ist es gut zu beobachten, wenn ich zu einem Gegner werde. Mir ist es dann nicht mehr möglich, die Bedürfnisse meines Gegenübers wahrzunehmen, einzubeziehen oder wertzuschätzen (oder sie dringen nicht zu mir vor, interessieren mich nicht mehr). Stattdessen versuche ich mit Macht das zu erreichen, was ich mir vorstelle. Eine Lösung erscheint dann nur möglich, indem ich mich mit meinem Plan oder meiner Idee durchsetze.

30.11.2015

Tipps & Tricks Nr. 119 – Eingeschneit: Innehalten und sich überraschen lassen

Letzten Sonntag und Montag ging nichts mehr in Roskilde. Wir waren komplett eingeschneit. Die Straßen waren zu, es fuhren weder Züge, Busse oder Taxis. Das Leben fühlte sich magisch an; die leuchtenden Augen der Kinder: Völlige Überraschung. Innehalten. Eine grandiose Pause und Konzentration auf das Wesentliche; und eine weitere Metapher für die Einladung zum Innehalten und sich überraschen lassen, die Focusing ist.

26.11.2015

Tipps & Tricks Nr. 118 – Eine Metapher für die Sucht nach schnellen Lösungen

In meiner Praxis geht es immer mehr um die direkte Anwendung von Focusing innerhalb komplexer Entscheidungen und Entwicklungen, z.B. in Firmen oder in Schulen. In einer dieser Sitzungen ging es um das Ziel, die Geschäftstätigkeit einer New Yorker Firma zu erweitern. Aber etwas war faul an diesem Ziel, denn die nötigen Tätigkeiten blieben liegen; und der Wunsch nach schnellen Lösungen war überwältigend.

13.11.2015

Tipps & Tricks Nr. 117 – Berufliche Ziele gründlich untersuchen, sobald es hakt

Neue berufliche Ziele können viel Energie freisetzen. Wenn es allerdings bei der Umsetzung hakt, und Sie merken, dass Sie nicht tun, was Sie sich vorgenommen haben, dann geht es darum, sich gründlich nach innen zu wenden und nach einem bestimmten Anteil zu fahnden, der nicht so leicht zu entdecken ist.

27.10.2015

Tipps & Tricks Nr. 116 – Emotionale Kälte durchbrechen, aber wie?

In einer Atmosphäre emotionaler Kälte aufzuwachsen hat viele Folgen. Die eigenen Gefühle können sich wie abgeschnitten anfühlen, z.B. die Liebe zu mir selbst und anderen, oder die Zufriedenheit mit mir selbst. Wenn ich keine Verbindung mit diesen Gefühlen habe, dann bleibt mit nichts anderes übrig, als im Außen nach Bestätigung und Trost zu suchen. Die eigenen Gefühle bleiben dadurch weiter unbeachtet, und es breiten sich Leere und Frustration aus.

19.10.2015

Tipps & Tricks Nr. 115 – Sie sind nicht dazu da, andere Menschen froh zu machen

Früher habe ich in Gesprächen häufig gelächelt. Fast schon andauernd. Ich habe auch interessiert nachgefragt und das Gespräch so immer in Gang gehalten, weitergeführt. Aber in mir war eine ganz andere Realität. Eigentlich wollte ich das Gespräch beenden. Aber es ging nicht. Denn dann wäre mein Gesprächspartner unglücklich gewesen; und genau diesen (vermeintlichen) Konflikt galt es zu verhindern.

16.09.2015

Tipps & Tricks Nr. 114 – Wenn Kinder dem Leben Sinn geben sollen

Als Vater kann ich gut nachvollziehen, wie einfach es ist, den Sinn des Lebens in den eigenen Kindern zu sehen. Während einer Focusing-Sitzung durfte ich miterleben, wie eine Mutter sich aus diesem Bedeutungszusammenhang befreien konnte – und wie Sie die Erlaubnis für den Wunsch nach eigenem Raum und eigener Entwicklung finden konnte. Aber ich erzähle das lieber ganz von vorne.

07.09.2015

Tipps & Tricks Nr. 113 – Präsenzqualitäten, die ich so noch nicht gehört habe

Wie viele von Ihnen aus den Focusing-Kursen wissen, bin ich immer daran interessiert, wie Präsenz sich wirklich anfühlt. Es gibt ja so viele unterschiedliche Beschreibungen, die sehr individuell sind; und je spezifischer ich artikulieren kann, wann ich in Präsenz bin, desto leichter komme ich in Kontakt mit neuen Bewegungen und Möglichkeiten in mir. Heute habe ich zwei Beschreibungen solcher Präsenzqualitäten gehört, die ich so noch nicht gehört habe, und ich möchte Ihnen davon erzählen.

24.08.2015

Tipps & Tricks Nr. 112 – Im Passiven das Aktive erkennen

In Focusing-Sitzungen tauchen Themen meist so auf, wie wir sie auch normalerweise wahrnehmen. Ich erlebe etwas Leidvolles, und ich bleibe im Passiven: Es geschieht mir, ich erleide es. Leid wird deshalb oft passiv formuliert, zum Beispiel „Etwas in mir wird zusammengeschnürt“, „Etwas in mir ist isoliert“, „Etwas in mir fühlt sich zerrissen“. Wie aber komme ich zu einem vollständigeren Bild?

19.08.2015

Tipps & Tricks Nr. 111 – Der Brückenbauer

Letzte Woche war ich auf einer Coaching-Fortbildung in Middelfart hier im schönen Dänemark. In einer der vielen Sitzungen und Experimente, die wir ausprobiert haben, tauchte ein Wort bzw. ein Bild auf, das mich noch lange begleiten wird. Zusammen mit dem Wort kamen eine deutliche Veränderung und das Gefühl von Weite und Verständnis.

09.08.2015

Tipps & Tricks Nr. 110 – Zwei sehr unterschiedliche Bedeutungen von „Alles ist gut“

Kennen Sie den Wunsch, dass jetzt bitte endlich einmal „alles gut“ sein sollte? Etwas, das sich in etwa so anhört: „Diese ganzen Gefühle sollen sich jetzt endlich einmal geben; und diese Gedanken sollen endlich einmal ruhig sein. Warum kann nicht einfach mal alles gut sein?“

24.06.2015

Tipps & Tricks Nr. 109 – Frustration und das Gesicht der Präsenz

Heute durfte ich miterleben, wie direkt und deutlich die positive Veränderung allein durch den Gebrauch der Präsenzsprache im Focusing sein kann. Nur die einfache Übung dieser Technik hat manchmal ungeahnte Auswirkungen. Zum Beispiel auf das Gesicht und den Gesichtsausdruck – und wie ich mich dadurch insgesamt erlebe.

19.06.2015

Tipps & Tricks Nr. 108 – Wie Sie auch unter inneren Attacken Annahme finden können

Alle Gefühle haben ein Problem gemeinsam: Sie sind sehr verletzlich. Denn es ist leicht, sie zu ignorieren oder auszuschließen. Es ist leicht, sie lächerlich zu machen. Es ist auch leicht, sie zu analysieren, zu interpretieren und schlau zu kommentieren.

09.06.2015

Tipps & Tricks Nr. 107 – Das Mädchen, das niemals traurig sein durfte

Es war einmal ein Mädchen, das durfte niemals traurig sein. Es fühlte sich zwar oftmals allein und traurig, aber ihr Vater und ihre Mutter wollten, dass es allen in der Familie immer nur gut ginge; und »gut gehen« bedeutete in ihrer Welt niemals traurig zu sein.

03.06.2015

3 Nachteile im Leben, die ich nicht mehr in Kauf nehme - weil ich gelernt habe hinzuhören

Ein Leben ohne hinzuhören ist für mich keine Alternative mehr. Es hat einfach zu viele Nachteile. Schließlich bin ich weder erleuchtet noch in ständiger Balance. Ganz im Gegenteil. Mir tut es gut, immer wieder hinzuhören, was eigentlich genau los ist.

27.05.2015

Tipps & Tricks Nr. 106 – Gemeinsam Atmen: Ein Weg, mit schwierigen Gefühlen zu sein

Mit schwierigen Gefühlen oder Zuständen sein zu können ist eine Voraussetzung dafür, dass diese sich anfangen können zu verändern. Mir geht es dann besser, weil ich nichts ändern muss. Aber ist das nicht nur eine schöne Theorie? Wie soll das gehen: „damit sein zu können“?

20.05.2015

Tipps & Tricks Nr. 105 – Wie sich Schwere und Trägheit in Klarheit und Kraft umwandeln

Ein Gefühl der Schwere und Trägheit umfing mich heute Morgen - und zu meinem Glück hatte ich bald eine kurze Übungssitzung in einer Unterrichtseinheit, die mir sehr geholfen hat (Danke an alle, die Focusing in diesem intensiven Format erlernen und mit mir zusammen üben). Es ist so leicht für mich, Schwere im Körper als etwas Problematisches zu betrachten – denn ist es nicht viel besser, schnell zu sein? Fühlt es sich nicht super an, schnell zu sein? Mein Körper hatte eine sehr eigene Meinung dazu.

12.05.2015

Tipps & Tricks Nr. 104 – Angriff aus Sorge und Hilflosigkeit

Kennen Sie das? Sie lieben einen Menschen und machen sich Sorgen um ihn – und anstatt von Ihrer Sorge zu sprechen, kommen Attacken aus Ihrem Mund; eine bunte Mixtur aus Bewertungen, Interpretationen, Erwartungen, Annahmen und vor allem: Gut gemeinten Ratschlägen.

21.04.2015

Tipps & Tricks Nr. 103 – Was ich tue, wenn ich traurig und frustriert bin

Die letzte Woche war davon geprägt, dass meine Frau und ich bemerkt haben, wie unwohl sich unser Sohn in der Schule fühlt; unter Anderem sagte er: „In der Schule habe ich Angst, Fehler zu machen.“ In einem Lehrergespräch wurden ausschließlich Mängel beschrieben, ein frustrierendes Erlebnis. Seit diesem Gespräch geht mir eins nicht aus dem Kopf: Kann und darf ich meinen Sohn in dieser Klasse, mit diesen Lehrpersonen, lassen, wenn es ihm offensichtlich nicht gut tut und er die Lust am Lernen verliert? – Aber noch etwas wird überdeutlich. Ich bin so frustriert und traurig. Was tun?

14.04.2015

Tipps & Tricks Nr. 102 – Warum es wichtig für mich ist, mit dem Zukünftigen zu arbeiten

Es ist leicht zu vergessen, dass es um die Entwicklung von Neuem geht, wenn ich nach innen lausche; zu verlockend ist es, bei den alten Gefühlen zu verbleiben ohne offen dafür zu sein, was eigentlich daraus entstehen möchte. Vergangenes und Zukünftiges sind gleichzeitig jetzt gerade da, spürbar, entwicklungsfähig. Es kommt nur darauf an, wie ich mit diesen Möglichkeiten und Richtungen umgehe.

07.04.2015

Tipps & Tricks Nr. 101 – Welche Auslöser für Verbindung, Freude, Fülle gibt es in Ihrem Leben?

Um mit privaten oder beruflichen Beziehungskonflikten besser umzugehen, ist es hilfreich die Auslöser für die eigenen Reaktionen zu verstehen; zum Beispiel ging es mir eine ganze Zeit lang schlecht damit, wenn es mir so erschien, dass ein Freund oder ein Kollege sich von mir abwendet oder zurückzieht. Ich konnte dann nicht sehen, dass dort jemand ist, der einfach gut für sich sorgt oder es selbst schwer hat mit der konstruktiven Bearbeitung von Konflikten - und sich deshalb zurückzieht. Solche Auslöser zu verstehen ist seit jeher eines der Kernanliegen meiner Arbeit und viele Menschen interessieren sich dafür. Aber es gibt auch Auslöser dafür, dass nicht nur »negative« und spaltende, sondern verbindende und kraftgebende »Programme« in mir ablaufen. Was wäre ein Beispiel dafür?

31.03.2015

Tipps & Tricks Nr. 100 – Warum schwierige Gefühle niemals vergessen werden wollen

Während einer Focusing-Sitzung beruhigen sich, bei einiger Übung, schwierig auszuhaltende Gefühle oder Zustände deutlich. Dies passiert ganz einfach deshalb, weil sie sich bedingungslos gehört und gesehen fühlen. Meist breitet sich dann eine freudige Ruhe im ganzen Körper aus. Es ist, als ob das Gefühl sagt: »Endlich ist jemand da! Endlich hört jemand zu!« Ganz am Ende solch einer erfolgreichen Sitzung (oder im Alltag danach) gibt es dann manchmal eine Art Rückschritt: Das gute Gefühl wird kritisiert, so als ob Sie es nicht haben dürften, und das unangenehme Gefühl taucht wieder auf. Aber warum passiert das eigentlich? Und wie kann damit umgegangen werden?

24.03.2015

Tipps & Tricks Nr. 99 – Eine überraschende Entdeckung in der Arbeit mit meinen Knieschmerzen

In den letzten Tagen habe ich eine Serie von Sitzungen mit meinen Knieschmerzen gemacht. Ich finde es immer faszinierend und hilfreich, direkt in den Schmerz hineinzuspüren. Der Schmerz wird dadurch leichter. Dann ist mir aber etwas Neues aufgefallen, das mir sehr geholfen hat, die andere Seite des Schmerzes kennenzulernen.

17.03.2015

Tipps & Tricks Nr. 98 – Wie Trennungsschmerz etwas sehr Kostbares offenbarte

Stecke ich in einem Konflikt, einem Dilemma, dann geht es mir schlecht. Es entsteht der Gedanke, diesen Konflikt jetzt unbedingt gleich lösen zu müssen, einfach weil es so schmerzhaft ist. Lieber nicht hinschauen. Was aber passiert, wenn ich mich doch traue hinzuschauen und nicht gleich »irgendetwas« dagegen zu tun?

10.03.2015

Tipps & Tricks Nr. 97 – Wie Veränderung im Annehmen stattfindet und nicht unter Druck

In Focusing-Sitzungen geht es am Anfang oftmals leider immer noch um den Versuch, eine Abkürzung zu nehmen: Sich selbst zu verändern, zu verbessern, anzupassen … sich passend zu machen, anstatt sich selbst anzunehmen bzw. anstatt in Beziehung zu gehen mit den schwierigen Gefühlen und Bewertungen, meinen Wünschen, oder einschränkenden Glaubenssätzen.

02.03.2015

Tipps & Tricks Nr. 96 – Flut und Ebbe: Wie starke Emotionen begleitet werden können

Der Verlauf der Intensität eines Gefühls folgt meistens einem immer gleichen Muster: Kaum merklich fängt es an, steigt dann immer weiter (oft dramatisch) an; erreicht bald einen Höhepunkt und bleibt dort einige Zeit, um dann langsam wieder abzusinken, abzufliessen und einer Stille zu weichen, die als Erleichterung oder Ruhe nach dem Sturm empfunden wird.

23.02.2015

Tipps & Tricks Nr. 95 – Wie Sie sich selbst aus Rollen und Erwartungen entlassen

Sie sind vielleicht ein richtig netter Typ, sagen fast niemals "Nein", lächeln meistens. Oder Sie kümmern sich gut um Andere, hören immer zu, sind immer interessiert; finden immer zuerst "Schuld" bei sich selbst. Oder vielleicht sind sie auf der anderen Seite; oder immer mürrisch oder intellektuell oder provokant oder arrogant oder hyperaktiv oder lassen niemanden aussprechen ...

16.02.2015

Tipps & Tricks Nr. 94 – Mithilfe des Körpers aus einem »Thema« aussteigen

Es gibt viele Momente in einer Focusing-Sitzung, in denen es sinnvoll sein kann, einfach nur den eigenen Körper wahrzunehmen und mich mit mir selbst zu verbinden. Ich meine hier tatsächlich die Wahrnehmung des rein physischen Körpers und seiner Bewegungen (zum Beispiel die Atmung). Noch effektiver wird dies, wenn ich eine oder beide Hände auf meine Körper lege, um wortwörtlich wieder zu mir zu kommen.

09.02.2015

Tipps & Tricks Nr. 93 – Zoom Out

Ein Gedanke folgt dem nächsten, ein Kommentar reiht sich an den anderen, Gefühle bringen sich gegenseitig hervor: Bestimmte Details des Erlebens können stark in den Vordergrund treten ohne dass Bewegung oder Veränderung innerhalb eines Problems entsteht; es scheint dann viele verschiedene Teile, wenig Orientierung und kaum Neues zu geben.

02.02.2015

Tipps & Tricks Nr. 92 – Warum Denkverbote im Focusing selbstauferlegt sind

Focusing beinhaltet nicht, wie oft angenommen, ein irgendwie geartetes Denkverbot. Es kommt oft vor, dass jemand in einer Focusing-Sitzung sagt »Bin ich heute wieder verkopft!«. Oder, unsicher was damit zu tun sei: »Da sind jetzt so viele Gedanken«.

26.01.2015

Tipps & Tricks Nr. 91 – Vier einfache Tricks, Gefühle langsam(er) zu fühlen

»Gefühle langsam fühlen«  - diese Google-Suchanfrage fiel mir heute ins Auge, als ich die Statistik meiner Webseite las. Ich finde das eine sehr schöne Google-Suche :-) … Ich stelle mir vor, wie Gefühle einfach viel zu schnell da sind, explosiv, überschwemmend, zu schnell. Oder wie Gefühle nur wenig Raum haben, keine Zeit haben sich zu formen, um verständlich zu werden für die aktuelle Situation: Wie ist es möglich, Gefühle langsam(er) zu fühlen? Im Focusing kenne ich 4 Tricks.

19.01.2015

Tipps & Tricks Nr. 90 – Eine Brücke bauen ins Neue (Jahr)

Weihnachtszeit, Neujahr und dann die ersten Wochen des neuen Jahres … für viele Menschen ist diese Zeit nicht so einfach und mir wird im Moment öfters berichtet, wie alte Muster und altes Leid wieder stärker zum Vorschein kommen. Was mir als Focusing-Lehrer dabei vor allem auffällt: Die Focusing-Praxis schläft bei vielen Betroffenen in dieser Zeit komplett ein.

13.01.2015

Tipps & Tricks Nr. 89 – Etwas, das leicht übersehen wird

Etwas, das leicht übersehen wird, wenn mit Problemen aller Art gearbeitet wird, ist das, was gut läuft. Das, was gut läuft, erscheint dann unbedeutend zu sein; denn müsste ich nicht meine Probleme zuerst lösen? Sind die Probleme nicht das einzig Wichtige? 

05.01.2015

Tipps & Tricks Nr. 88 – Alles was wir über euch wissen ist falsch

Während der Weihnachtsferien hatte ich Gelegenheit, einige Filme mit meinem Sohn anzuschauen. Der absolute Hit war „Drachenzähmen leicht gemacht“, die Geschichte eines Wikingerjungen, der ganz anders ist als alle anderen. Neben der Action macht den Film so interessant, dass der Junge herausfindet, dass alles, was die Erwachsenen über Drachen wissen, falsch ist. Was hat das mit Focusing zu tun?

22.12.2014

Tipps & Tricks Nr. 86 – Ziele vom Gefühl her entstehen lassen

Neben vielen anderen Möglichkeiten, Ziele für sich zu entwickeln, gibt eine, die ich besonders mag. Ich kann damit Ziele vom Gefühl her entstehen lassen. Gehe ich so vor, dann will ich erst einmal gar nicht wissen, was das Ziel genau ist. Vielmehr interessiert mich, was sich in Zukunft entwickeln möchte.

22.12.2014

Tipps & Tricks Nr. 87 – Plötzliche und schleichende Übergänge

An Übergängen im Leben ist Focusing eine gute Praxis, um wahrzunehmen, was aufhört und was beginnt. Langsam vorangehen. Manche Übergänge sind leicht zu sehen, zum Beispiel wenn jemand stirbt oder geboren wird. Es ist dann relativ leicht, das zu benennen, was sich verändern möchte; es sind Krisen oder große Ereignisse. Und dann gibt es auch Übergänge im Leben, die nicht so leicht zu sehen sind, weil sie schleichend stattfinden.

15.12.2014

Tipps & Tricks Nr. 85 – Umgang mit extremem Druck

Focusing ist am Anfang nicht einfach Focusing. Denn oft herrscht von Anfang an ein extremer Druck, etwas erreichen zu müssen. Alle Bemühungen sich selbst zu explorieren bleiben dann definiert von diesem einen, unausgesprochenen Ziel. In solch einem Fall wirkt Focusing dann wie ein „Trick“, eine „Täuschung“ oder auch etwas, was ich „nicht kann“ oder wozu ich „nicht gut genug“ bin.

08.12.2014

Tipps & Tricks Nr. 84 – Revierförsterfocusing

Der neue Revierförster im Buch „Die kleine Hexe“ wundert sich. Nachdem die kleine Hexe ihn verhext hat, ist er gezwungenermaßen immer höflich und tut alles, was sie verlangt. Er weiß nicht, wie ihm geschieht. Er kann nur noch Dinge tun, um die Bedürfnisse aller anderen zu erfüllen und die gegen seinen eigentlichen Willen sind.

01.12.2014

Tipps & Tricks Nr. 83 – Feuer in den Händen halten

Ein Mensch, eine Art Magier, entrückt und doch präsent, hält ein loderndes Feuer in seinen Händen, das vor seinem Herzen brennt. Ich beobachte dieses Bild in mir; still, und ich bin erstaunt und fasziniert, wie lebendig es sich anfühlt. Es ist dramatisch, voller Leben, aber kein Drama.

24.11.2014

Tipps & Tricks Nr. 82 – Impulse, Inspirationen aufnehmen

Sie kennen sicherlich das Phänomen: Etwas passiert „im Außen“ und ruft eine Reaktion in Ihnen hervor, die oft mit starken Gefühlen einhergeht. Meist sind dies fruchtbare Themen für das Focusing. Aber Sie bekommen „im Außen“ viel mehr angeboten, als nur solche problemorientierten Auslöser.

17.11.2014

Tipps & Tricks Nr. 81 – Harmonie: Präsenz akzeptiert keine Deutungshoheit

Gar nicht so selten tauchen im Focusing Begriffe auf, die auf den ersten Blick zwar erst einmal beschreiben, was ist; nicht hinterfragt können diese auf den zweiten Blick aber zu einer einseitigen Deutungshoheit führen, die es mir insgesamt schwierig macht, neue Wege zu finden.

10.11.2014

Tipps & Tricks Nr. 80 – Sich selbst vor lauter Teilen nicht sehen

Manchmal scheint es, als ob das eigene Erleben hauptsächlich aus gegensätzlichen, widersprüchlichen Fragmenten besteht. Es entsteht ein Gefühl, zerrissen zu sein, sich nicht entscheiden zu können, nicht zu wissen wo es lang gehen soll.

03.11.2014

Tipps & Tricks Nr. 79 – Selbstinstruktionen verknüpfen

Durch die Kleinschrittigkeit des Inner Relationship Focusing-Modells kommt es manchmal vor, dass vergessen wird wozu die einzelnen Selbstinstruktionen überhaupt dienen. Wenn dies passiert, dann ist die Gefahr groß, dass alle Bemühungen, mehr Klarheit und Verständnis für sich selbst zu gewinnen, im Sande verlaufen.

27.10.2014

Tipps & Tricks Nr. 78 – Das Vakuum nach einer Bewertung füllen

„Du bist nichts wert“, „Du bist schwach“, „Deine Meinung ist uninteressant“, „Das ist peinlich“, „Du bist eine Null“, „Dich nehme ich nicht ernst“ – im Focusing tauchen immer wieder Aspekte auf, die gelernt haben harsch zu kritisieren. Sie können sich diesen bewertenden Anteilen zuzuwenden, um diese mehr zu verstehen; dies ist ein wichtiger Schritt. Oftmals reicht das allerdings nicht aus, denn die Gewohnheit zu bewerten hat ein Vakuum hinterlassen.

20.10.2014

Tipps & Tricks Nr. 77 – Wenn die eigenen Bedürfnisse nicht zählen

Focusing ist eng damit verbunden, sich einen eigenen Raum zu gönnen. Ich muss dann nicht impulsiv handeln, sondern habe Raum für eigene Gedanken, eine eigene Meinung oder für mein eigenes Gefühl zu etwas.

13.10.2014

Tipps & Tricks Nr. 76 – Präsenz ist ein Verhalten

Dieser wunderschöne Zustand in der Meditation, nach Entspannungstechniken, in der Achtsamkeit …. ist da alles andere nicht nur eine Störung; sollten da Gefühle von Wut, Neid, Sehnsucht, Trauer, Wertlosigkeit usw. nicht am besten wie Wolken am Himmel vorbeiziehen?

06.10.2014

Tipps & Tricks Nr. 75 – Die Sorge, dass es niemals aufhören wird

Viele Menschen, die ich begleitet habe, erleben im Alltag – und auch in Focusing-Sitzungen – dass das Zuwenden zu einem starken Gefühl nicht funktioniert. Das Gefühl wird dann immer stärker und alles Focusing hilft nichts. Wieso ist das so?

29.09.2014

Tipps & Tricks Nr. 74 – Ein Zauberwort für die Angst

Wenn etwas in mir ängstlich ist und ich mir dessen nicht gewahr werde, dann schaue ich quasi durch dessen Augen. Das, was es sieht, sieht beängstigend aus oder ist nicht auszuhalten.

22.09.2014

Tipps & Tricks Nr. 73 – Wissen, was unterstützt

„Was wünschen Sie sich von mir als Begleitung?“ Diese Frage wird normalerweise immer zum Beginn einer Focusing-Sitzung von der Begleitung gestellt.

15.09.2014

Tipps & Tricks Nr. 72 – Veränderung hat längst stattgefunden, aber wo bleiben Sie ab?

Letztens kam ich mit meinem Sohn von der Schule nach Hause; es ist seine zweite Woche in der Schule. Am Tisch sprechen wir gemeinsam über das Erlebte, und ihn interessiert insbesondere, ob ich in der Schule von größeren Kindern geärgert wurde. Mitten in der Diskussion – das Themas ist spannend – erklärt mein Sohn: „Ich finde es so gut, mit dir darüber zu sprechen."

08.09.2014

Tipps & Tricks Nr. 71 – Kann ich bitte endlich einfach nur mal traurig sein!

Sind Sie auch manchmal traurig oder niedergeschlagen? Ich erinnere mich an eine Situation von vor vielleicht 10 Jahren, in der ich mit meiner jetzigen Frau tanzen war. Wir waren eingeladen zu einer Feier in einer privaten Wohnung in Hamburg.

01.09.2014

Tipps & Tricks Nr. 70 – Wovon Präsenz befreit

Stellen Sie sich vor, Sie würden ständig abgewertet und kritisiert. Sie und Ihre Existenz würden mit ängstlichen Augen betrachtet; und was immer Sie sagen, es würde ignoriert, lächerlich gemacht und kritisiert.

25.08.2014

Tipps & Tricks Nr. 69 – Wie werde ich weniger von starken Gefühlen überrollt?

Jemand stellt folgende Frage:

„Ich erlebe auch im Focusing oft starke Gefühle, die mich überrollen. Gibt es Erfahrungen damit, wie ich mich in solch einer Situation verhalten kann? Und wie kann meine Begleitung mich dabei unterstützen?"

18.08.2014

Tipps & Tricks Nr. 68 – Die Geschichte von dem Mann, der sich neue Augen wünschte

Einmal war ich als junger Student in der Schweiz. Ich machte ein Praktikum an einer Schule, die mit „schwierigen“ Kindern und Jugendlichen arbeitete. Die Schule lag am Ende eines Tales und an einem der Wochenenden zog es mich nach Luzern.

11.08.2014

Tipps & Tricks Nr. 67 – Kann ich als Begleitung reflektieren, was ich schrecklich finde?

Jemand stellt folgende Frage:

„Wenn ich jemandem im Focusing begleite, kann es vorkommen, dass ich denke ‚Oh, das ist schrecklich, das kann ich doch nicht reflektieren!‘ Ich weiß nicht, wie ich am besten damit umgehen kann; bisher habe ich es in solchen Situationen tatsächlich vermieden, zu reflektieren."

04.08.2014

Tipps & Tricks Nr. 66 – Kann ich im Focusing erzählen, um besser nachdenken zu können?

Jemand stellt folgende Frage:

„Ich erzähle ab und zu gerne über meine Schwierigkeiten anstatt nur in Stille damit zu sein. Das Erzählen hilft mir, besser darüber nachzudenken. Im Focusing ist das aber anscheinend nicht so einfach möglich, und ich fühle mich dadurch etwas eingeschränkt. Gibt es eine Möglichkeit, meinen Wunsch, über Schwierigkeiten zu erzählen, irgendwie in eine Focusing-Sitzung zu integrieren?"

28.07.2014

Tipps & Tricks Nr. 65 – Bin ich blockiert, wie mein Coach sagt?

Jemand stellt folgende Frage:

„Ich arbeite mit einem Coach an einem langfristigen Projekt und bin gerade in einer Phase, in der ich nicht vorankomme. Mein Coach hat eine klare Vorstellung davon, was als nächstes richtig für mein Projekt wäre und nennt mich ‚blockiert‘, weil ich dem nicht nachkommen kann. Dieser Blockade möchte er Methoden entgegensetzen, aber für mich sieht das alles anders aus: Meinem Gefühl nach passiert gerade etwas völlig anderes. Es entsteht ein wichtiger Teilschritt, den ich so nicht vorhergesehen hatte, und auf den ich mich konzentrieren möchte. Wie sehen Sie dieses Problem?"

21.07.2014

Tipps & Tricks Nr. 64 – Was tun, wenn ich mich ständig übergehe?

Jemand stellt folgende Frage:

„Ich tendiere dazu, mich ständig zu übergehen und zu ignorieren. Ich kann zum Beispiel fühlen, dass es mir in einer Beziehung ab einem bestimmten Punkt nicht mehr gut geht; und trotzdem ignoriere ich dieses Gefühl. Jetzt, ich fange ja gerade mit Focusing an, möchte ich mich in diesem Punkt besser verstehen. Mir ist aber nicht klar, wie ich damit im Focusing arbeiten kann – ich bin dann ja nicht mehr in der Situation. Geht es darum, das schlechte Gefühl aus der Situation wiederzuerleben, um dann damit weiterzuarbeiten?"

14.07.2014

Tipps & Tricks Nr. 63 – Was tun mit vielen, zufälligen Gedanken?

Jemand stellt folgende Frage:

„Wenn ich mit einer Focusing-Sitzung beginne, dann habe ich oft viele Gedanken. Im weiteren Verlauf verliere ich mich dann entweder in diesen Gedanken, und das führt zu nichts bzw. ich komme gar nicht erst ins Focusing; oder mir kommt es so vor, als ob die Gedanken sinnlos und zufällig sind. Es ist dann so, als ob die Gedanken eigentlich nur eine hohe Aktivität oder Aufregung in mir spiegeln; wie ein Motor, der ständig weiterdreht und nicht zur Ruhe kommt. Welche Möglichkeiten sehen Sie, mit dieser Situation umzugehen?"

07.07.2014

Tipps & Tricks Nr. 62 – Habe ich eigentlich Interesse an dem, den ich liebe?

In dem von mir in Hamburg organisierten Seminar mit Ann Weiser Cornell am vergangenen Wochenende sagte sie einmal:

„My family loved me, but they were not interested in me.“
(“Meine Familie hat mich geliebt, aber sie war nicht an mir interessiert.”)

30.06.2014

Tipps & Tricks Nr. 61 – Wie kann ich Vorurteile durch eine offene Haltung ersetzen?

Jemand stellt folgende Frage:

„Ich merke, dass ich oft schnell eine feste Meinung und Vorurteile über bestimmte Personen habe, die dann entweder ‚gut‘ oder ‚schlecht‘ sind. Gleichzeitig fühle ich mich selbst schlecht, dass ich Menschen so über einen Kamm schere. Wenn ich Focusing richtig anwenden würde, müsste ich dann nicht von Beginn an viel offener sein? Muss ich nicht meine Vorurteile durch eine offene Haltung ersetzen?“

23.06.2014

Tipps & Tricks Nr. 60 – Meine Gefühle sind zur Gewohnheit geworden, was kann ich tun?

Jemand stellt folgende Frage:

„Ich habe mehr und mehr den Eindruck, dass meine negativen Gefühle (Ärger, Wut) schon zu einer Art Gewohnheit geworden sind; so, als ob es ihnen darum geht, einfach immer so zu bleiben wie sie sind. Auch im Focusing komme ich damit nicht richtig weiter. Wie kann ich damit anders umgehen?“

16.06.2014

Tipps & Tricks Nr. 59 – Wie kann ich meine Empörung am besten handhaben?

Jemand stellt folgende Frage:

„In meiner letzten Sitzung ging es um eine große Empörung darüber, wie ein Kollege mich behandelt hat. Ich kann diesen Teil als etwas Zusammengezogenes, Verkrampftes und Geballtes in meinem Bauch wahrnehmen. Meine Frage an diesem Punkt war, wie ich diesen Teil handhaben kann, damit er sich mehr entspannen kann.“

09.06.2014

Tipps & Tricks Nr. 58 – Was kann ich tun, wenn etwas in mir wirklich Trost braucht?

Auf den letzten Tipp Nr. 57 – „Was bedeutet die Bitte, nicht mehr zu trösten?“ hin, stellt jemand folgende Frage:

„Ihren letzten Focusing-Tipp fand ich sehr interessant, da mir gerade gestern beim IR-Focusing das genaue Gegenteil passiert ist. Etwas in mir ließ mich wissen, dass es Wärme und Trost braucht und dass das reine interessierte Zuhören nicht genügt. Es wollte wirklich getröstet werden wie ein weinendes Kind, also gehalten und gestreichelt werden und Kosenamen gesagt bekommen. Dies habe ich dann getan und das fühlte sich irgendwann auch ‚genug‘ an und es war eine ‚Lösung‘ und innere Ruhe eingetreten. Was ist nun richtig?“

02.06.2014

Tipps & Tricks Nr. 57 – Was bedeutet die Bitte, nicht mehr zu trösten?

Jemand stellt folgende Frage:

„In meiner letzten Focusing-Sitzung habe ich mit einem Teil gearbeitet, der Angst vor der Einsamkeit im Alter hat. Das war eine sehr intensive Sitzung und es war schwer für mich, die Gefühle dieses Aspekts in mir auszuhalten. Es ging dabei nicht um soziale Isolation, sondern um die Angst davor, im Alter existentiell alleine zu. Die dringlichste Botschaft, die dieser Teil mir zu Verstehen gab, war: ‚Bitte tröste mich nicht mehr! Bitte höre mir zu!‘. Für mich war das sehr berührend und verwirrend gleichzeitig. Wie gehe ich mit solch einer Bitte um?“

26.05.2014

Tipps & Tricks Nr. 56 – Ich bin immer nur bei Anderen, was sie denken oder brauchen

Jemand stellt folgende Frage:

„Egal in welcher Rolle ich bin, Begleitung oder Focuser, ich verliere immer das Gefühl für mich selbst. Ich  bin dann ganz bei dem Anderen und frage mich, was sie tun oder denken. Mir wird langsam klar, wie normal das für mich ist. Ich bin sehr sensibel und nehme immer hauptsächlich andere Menschen wahr – und kann schlecht bei mir bleiben. Mir scheint, dass diese Grundhaltung dazu führt, dass ich gar kein Focusing praktizieren kann. Ich möchte damit weiterkommen, weiß mir aber keinen Rat, wie ich aus diesem Muster kommen kann, weil ich ja selbst im Focusing so funktioniere.“

19.05.2014

Tipps & Tricks Nr. 55 – Vater und Sohn, Teil 2

"Vater und Sohn" ist eine kleine Serie innerhalb der Tipps & Tricks, die zeigen soll, wie Focusing-Momente in alltäglichen Gesprächen mit Kindern auftauchen. In den heutigen Beispielen geht es um die Wichtigkeit des Nachfragens bzw. Prüfens (um die Bedeutung zu klären) sowie die Wichtigkeit der exakten Beschreibung (um sich wirklich gesehn/gehört zu fühlen und danach offen für Neues zu sein).

12.05.2014

Tipps & Tricks Nr. 54 – Kann ich kritisch prüfen, welcher Schritt angebracht ist?

Jemand stellt folgende Frage:

„Ich lerne Focusing im Einsteigerpaket und mir geht es so, dass ich während des Focusing immer denke: ‚Welcher Schritt wäre jetzt als nächstes angebracht?‘ Ich finde deshalb, dass ich noch nicht richtig im Focusing drin bin und zu viel denke. Würden Sie das auch so sehen? Und wenn ja, was kann ich anders machen?“

05.05.2014

Tipps & Tricks Nr. 53 – Wie kann ich mich verhalten, wenn alles neblig wird?

Jemand stellt folgende Frage:

„Momentan verlieren sich meine inneren Anteile oft in einem diffusen Nebel, nachdem ich sie wahrgenommen und begrüßt habe. Irgendwas löst sich dabei im Körper, aber ich bin dann trotzdem erstmal ratlos, wie ich mich dazu verhalten soll.“

28.04.2014

Tipps & Tricks Nr. 52 – Kann ich das Verhalten meiner Tochter ins Focusing bringen?

Jemand stellt folgende Frage:

„Ich habe das Gefühl, meine Tochter windet sich neuerdings immer aus dem Kontakt mit mir. Ist es möglich, mit solch einem Thema ins Focusing zu gehen?“

21.04.2014

Tipps & Tricks Nr. 51 – Wieso ist es wichtig, innerlich aktiv handeln zu können?

Jemand stellt folgende Frage:

„Ich konnte jetzt schon ein paar Mal die Erfahrung machen, dass es hilfreich ist, inneren Teilen im Focusing Raum zu geben. Was ich aber wirklich schwierig finde, ist den Raum mit freundlich, interessierter Anteilnahme zu halten. In diesem Zusammenhang interessiert es mich, was eigentlich das aktive innere Handeln ist, wenn man doch eigentlich nicht in den eigenen Prozess eingreifen sollte.“

14.04.2014

Tipps & Tricks Nr. 50 – Ich bin es gewohnt, Sicherheit nur im Außen zu suchen

Jemand stellt folgende Frage:

„Ich bin es gewohnt, Sicherheit nur im Außen zu suchen, über meinen Beruf oder dadurch, dass Andere mich anerkennen. Jetzt habe ich herausgefunden, dass diese Suche nach Bestätigung eigentlich nur von einem Teil in mir ausgeht. Ich frage mich, wie ich mit dieser Erkenntnis weiter umgehen kann. Ich merke, dass ganze andere Frage als gewohnt auftauchen, zum Beispiel: Wie kann ich mir vertrauen? Was macht mich eigentlich aus? Kann ich einfach so sein wie ich bin, ohne ständig etwas ‚extra‘ tun zu müssen?“

07.04.2014

Tipps & Tricks Nr. 49 – Ist der Schritt des Begrüßens zu laut, unnötig?

Jemand stellt folgende Frage:

„Ich hab mich mit dem Schritt des Begrüßens beschäftigt: Ich weiß letztlich gar nicht, was damit gemeint ist: ‚Hallo sagen‘? Oder einfach nur eine achtsame Präsenz an sich? Also eine innere Haltung des Willkommenheißens? Mir scheint, dass Teile allein dadurch, dass sie auftauchen, zeigen, dass sie sich begrüßt fühlen. Jedes offizielle ‚Begrüßen‘ erscheint mir dann als zu vehement, zu ‚laut‘ und letztlich auch als ein Schritt zurück, weil ‚wir‘, der Teil und ich, schon in Kontakt sind. Ganz besonders, wenn es sich um scheue Teile handelt.“

31.03.2014

Tipps & Tricks Nr. 48 – Ist es besser, Focusing vor Ort oder per Skype zu erlernen?

Jemand stellt folgende Frage:

„Sie bieten sowohl Focusing vor Ort als auch über Skype und Telefon an. Ich bin mir aber nicht ganz sicher, welche Art zu lernen für mich besser wäre. Allerdings ist es so, dass ich nicht direkt in Hamburg wohne und die Vorstellung, nicht reisen zu müssen, sehr attraktiv finde.“

24.03.2014

Tipps & Tricks Nr. 47 – Wie finde ich ein neues Verhalten?

Jemand stellt folgende Frage:

„Wenn ich meine Schwester besuche, dann ist es so, als ob wir beide in alten Rollen verhaftet sind. Wir kommen in keinen guten Austausch, und es ist ein Krampf. Ich habe das Gefühl, dass ich dann emotional überhaupt nicht mitkomme  – und es ist schwierig für mich, überhaupt ein Verhalten zu finden; ein Verhalten, mit dem ich zufrieden bin und das nicht so ist wie immer. Mir ist jetzt nicht klar, ob und wie dies mit Focusing zusammenhängt und ob ich damit überhaupt im Focusing arbeiten kann?“

17.03.2014

Tipps & Tricks Nr. 46 – Passen andere Methoden mit Focusing zusammen?

Jemand stellt folgende Frage:

„Ich war auf einem Workshop, in dem es unter Anderem um das ‚innere Kind' ging. Aber etwas in mir sträubt sich gegen diese Methode. Was Sie im Tipps & Tricks Nr. 41 über die ‚sorgenvolle Zuwendung‘ zu ängstlichen Teilen geschrieben habe, traf es ganz gut. Da ist etwas in mir, das dieses sorgenvolle Nachfragen (‚Geht’s dir wieder schlecht, meine Kleine? Sag mir doch, was du brauchst. Ich kümmere mich um dich!‘) nicht gut ertragen kann. Auf dem Seminar habe ich mich dann zum ersten Mal einer Übung verweigert, was zu einer beträchtlichen  Anspannung zwischen der Leitung und mir geführt hat. Ich habe versucht, zu erklären, dass ich diese Übung nicht für hilfreich halte, und dass ich im Focusing andere Erfahrungen mache, die mir besser helfen, einen inneren Dialog mit verschiedenen Teilen, die ich ja gerade erst kennenlerne, zu führen. Ich denke, Focusing und andere Methoden der persönlichen Entwicklung müssten sich doch eigentlich ganz gut ergänzen, aber das erlebe ich im Moment ganz anders. Haben Sie eine  Idee dazu?“

10.03.2014

Tipps & Tricks Nr. 45 – Zu welcher Art Lösungen führt Focusing?

Jemand stellt folgende Frage:

„Ich erlebe schwierige Emotionen, z.B. Ärger oder Unsicherheit, wenn ich stark belastet und gefordert bin. Mit fällt es auch schwer, Grenzen zu setzen bzw. nicht immer alles perfekt machen zu wollen. Seit kurzer Zeit praktiziere ich Focusing und frage mich, was für Lösungen ich im Focusing diesbezüglich eigentlich erwarten kann. Bisher hatte ich immer die Vorstellung, dass die Probleme irgendwann weggehen würden.“

03.03.2014

Tipps & Tricks Nr. 44 – Kann Stillstand Entwicklung sein?

Jemand stellt folgende Frage:

„Seit der letzten Focusing-Sitzung erlebe ich eine Art inneren Stillstand. Es ist so, als ob ein innerer Antreiber einfach aufgehört hat, mich anzutreiben. Für mich ist das sehr ungewohnt. Ist das eine gute Entwicklung?“

24.02.2014

Tipps & Tricks Nr. 43 – Wie verbessere ich die Einführung in den Körper?

Jemand stellt folgende Frage:

„Wenn ich als Begleitung die ‚Einführung in den Körper‘ von den Übungsblättern einfach nur ablese, habe ich kein gutes Gefühl damit. Es hört sich für meine Ohren künstlich und nicht sehr hilfreich an. Wie kann ich das verbessern?“

17.02.2014

Tipps & Tricks Nr. 42 – Welche Rolle spiele „Ich“ eigentlich im Focusing?

Jemand stellt folgende Frage:

„In meiner letzten Focusing-Sitzung hatte ich einen wichtigen Moment. Ich war in Kontakt mit etwas in mir, das sich genervt und verletzt fühlt und sich leicht zurückzieht. Ich kennen diesen Anteil auch aus meinem Alltag und muss dann immer aufpassen, dass ich dem nicht folge und mich dann ebenfalls genervt zurückziehe. In der Sitzung hatte dieser Anteil eine Qualität von „Weglaufen“; und als ich nachspürte wurde klar: Es ist darauf angewiesen, dass ich stehenbleibe. Dann kann es selbst auch endlich stehenbleiben. Wenn ich es schaffe stehenzubleiben und nicht hinterherzujagen, dann kann es sich endlich zeigen. Ich war überrascht, als „Ich“ auf einmal solch eine wichtige Rolle im Focusing bekam. Mich interessiert es jetzt, wie ich damit im Focusing vertieft weiterarbeiten kann.“

10.02.2014

Tipps & Tricks Nr. 41 – Mache ich mich durch mein Zuhören kleiner als ich bin?

Jemand stellt folgende Frage:

„Im Focusing erlebe ich öfters ängstliche Anteile, die scheinbar Zuwendung von mir brauchen. Sie wirken so klein und empfindlich. Ich habe mir dann auch angewöhnt, im Focusing immer nur zu fragen: „Was braucht ihr denn?“. Ich dachte lange, dass dies im Focusing immer so gemacht wird. Jetzt bekomme ich aber den Eindruck, dass ich diese Teile in mir durch das ständige, besorgte Nachfragen und Beschützen viel kleiner mache, als sie eigentlich sind. Ich kenne das auch aus meinem Alltag, wenn andere mich so behandeln – das ist nicht auszuhalten! Jetzt suche ich nach Alternativen: Wie könnte ich einen anderen Zugang finden?“

03.02.2014

Tipps & Tricks Nr. 40 – Was tun, wenn es peinlich für mich wird?

Jemand stellt folgende Frage:

„In einer meiner letzten Focusing-Sitzungen kamen Themen hoch, die mir peinlich waren. Mir ist nicht ganz klar, wie ich mit solch einem Thema sein kann; und insbesondere wie ich mit der Begleitung umgehen kann, der ich am liebsten nichts davon mitteilen möchte.“

26.01.2014

Tipps & Tricks Nr. 39 – Wie kann ich ein langwieriges Symptom besser verstehen?

Jemand stellt folgende Frage:

„Ich habe ein ziemlich langwieriges Symptom, das ich – nachdem ich es ärztlich abgeklärt habe – besser verstehen möchte. Ich kann es schon gut im Focusing beschreiben, mir fehlt allerdings ein weitergehender Zugang: Wenn ich ES im tiefen Kontakt direkt nach DESSEN Perspektive frage, dann komme ich zu keinem Ergebnis. Mir ist auch überhaupt nicht klar, wozu dieser Schritt dient und wie ich damit arbeiten kann. Ich habe es schwer, mich überhaupt längere Zeit auf diesen Inner Relationship Focusing-Schritt zu konzentrieren. Haben Sie dazu vielleicht eine hilfreiche Hinweise?“

20.01.2014

Tipps & Tricks Nr. 38 – Eine Familienfeier zu planen setzt mich immer unter Druck

Jemand stellt folgende Frage:

„Eine Familienfeier zu planen setzt mich immer gehörig unter Druck. Es soll alles perfekt sein und zum Schluss geht es mir dann gar nicht mehr gut. Ich bin erschöpft und gestresst. Letztens habe ich bemerkt, dass im Focusing auch immer solch eine Stimme da ist die Druck macht: Ich gehe anscheinen generell ständig so, mit viel Druck und dem Wunsch perfekt zu sein, mit mir um. Wenn ich darüber nachdenke, geht es mir in vielen Lebensbereichen so. Kann ich so etwas im Focusing ändern, und wenn ja: wie?“

13.01.2014

Tipps & Tricks Nr. 37 – Ich fühle mich in Beziehungen schnell verpflichtet

Jemand stellt folgende Frage:

„Ich fühle mich verpflichtet, mit meinem Focusing-Tandem immer weiter zu machen. Eigentlich hätte ich aber Lust, aufzuhören und das Tandem zu wechseln. Ich kenne dieses Muster auch aus anderen Beziehungen und möchte das im Focusing an sich nicht wiederholen. Wie sehen Sie das?“

06.01.2014

Tipps & Tricks Nr. 36 – Meine guten Vorsätze verlaufen im Sand

Jemand stellt folgende Frage:

„Ich kann jetzt schon merken, dass meine guten Vorsätze für das neue Jahr im Sand verlaufen werden. Was kann ich tun?“

30.12.2013

Tipps & Tricks Nr. 35 – Bin ich verantwortlich für die Gefühle meiner Mutter?

Jemand stellt folgende Frage:

„Über die Weihnachtstage habe ich wieder gemerkt, dass ich leicht mit meiner Mutter aneinander gerate. Sie hat zum Beispiel die Erwartung, dass ich alles klaglos so mitmache wie als Kind, insbesondere das Weihnachtsessen. Wenn ich ihrer Erwartung nicht entspreche, dann wird sie ärgerlich oder beleidigt: „Sei doch nicht so“, „Stell dich doch nicht so an“, „Du bist immer so alternativ“ sind dann noch die harmloseren Dinge, die sie zu mir sagt. Viel passiert auch nonverbal zwischen uns. Nach ein, zwei Tagen fühle ich mich wie in einem Käfig und bin froh, wenn ich endlich wieder abreise. Zusammengefasst kann ich sagen, dass ich mich oft verantwortlich dafür fühle, dass meine Mutter nicht ärgerlich wird. Es ist so, also ob ständig die Drohung „Gleich werde ich ärgerlich“ im Raum schwebt. Ich kann mir im Moment überhaupt nicht vorstellen, dass dies auch einmal anders sein könnte – und ich frage mich, ob ich überhaupt für den ständigen Ärger meiner Mutter verantwortlich sein kann.“

23.12.2013

Tipps & Tricks Nr. 34 – Ich beschreibe mich selbst so, als ob ich damit gar nichts zu tun habe

Jemand stellt folgende Frage:

„Ich kann mich im Focusing detailliert beschreiben. Einerseits gefällt mir dieser Detailreichtum ganz gut; andererseits ist es dann so, als ob ich einen Mechanismus beschreibe, mit dem ich selbst nichts zu tun habe. Mir ist dann nicht klar, was ich damit anfangen soll. Ganz anders sieht es aus, wenn ich es schaffe wirklich einmal in Kontakt zu kommen. Dann ist es so, als ob ich etwas in mir begleite und wirklich bei dem bin, was dort passiert. Das ist sehr erleichternd; und diese Momente sind sehr fruchtbar, weil sich viel bewegt. Ich hätte gerne mehr Klarheit darüber, wodurch dies zustande kommt oder wie ich es besser unterstützen kann.“

16.12.2013

Tipps & Tricks Nr. 33 – Ich habe ein schlechtes Gewissen, wenn ich für mich sorge

Jemand stellt folgende Frage:

„Sobald ich in einer Freundschaft eine klare Grenze setze und für mich sorge, bekomme ich ein schlechtes Gewissen. Ich kenne das auch aus anderen Bereichen: Immer wenn ich etwas mache, was sich richtig und gut anfühlt, wird es sofort in Zweifel gezogen. Mir geht es dann schlecht. Ich habe ein schlechtes Gewissen  - Was denken die anderen? Du bist egoistisch! - und verliere das Gefühl dafür, was eigentlich richtig ist für mich. Wie kann ich im Alltag damit weiterkommen; und wie kann ich meinem Gefühl wieder mehr trauen?“

09.12.2013

Tipps & Tricks Nr. 32 – Vater und Sohn, Teil 1

Vater und Sohn (5) schauen Pippi Langstrumpf.
Es wird gerade sehr spannend. Sohn greift plötzlich Vaters Hand.
Sohn:  Ich hab keine Angst!
Vater: (amüsiert) Hmmja, und vielleicht ist es einfacher zu sagen „Etwas in mir hat im Moment Angst.“
Sohn: (schon wieder im Film vertieft) Ja, ein bisschen.
Beide schauen weiter den Film an, halten Hände … und dann nicht mehr.

02.12.2013

Tipps & Tricks Nr. 31 – Ist Focusing eine zusätzliche Belastung?

Jemand stellt folgende Frage:

„Ich beschäftige mich schon in Therapiesitzungen mit mir selbst bzw. habe andere Methoden (z.B. Achtsamkeitsübungen), die ich für mich anwende. Jetzt interessiert es mich, Focusing zu erlernen. Ich zögere aber, weil ich mir Sorgen mache, dass Focusing eine zusätzliche Belastung sein könnte.“

25.11.2013

Tipps & Tricks Nr. 30 – Wie kann ich meine Selbstachtung wahren, wenn ich mich kritisiert fühle?

Jemand stellt folgende Frage:

„Wenn mir jemand sehr kritisch begegnet, und das nicht als direkter "Angriff", sondern eher auf nonverbaler Ebene (das Gesicht drückt eher Ablehnung bis hin zu Leere aus), finde ich es schwer, bei mir zu bleiben. Hinterher muss ich dann meine Mitte erst wieder herstellen. Wie schaffe ich es, in meiner Selbstachtung und Selbstliebe zu bleiben, die Haltung des anderen nicht auf mich zu beziehen und trotzdem offen für ihn und das Gespräch zu sein - zumindest im Sinne des Respekts für den anderen?“

18.11.2013

Tipps & Tricks Nr. 29 – Kann ich Focusing in schwierigen Beziehungen nutzen?

Jemand stellt folgende Frage:

„Durch Focusing ist mir bewusst geworden, dass ich auch Menschen, die mir nicht so liegen, 'innerlich begrüßen' und sie 'sein lassen kann' - wie eben 'etwas in mir'. Wenn ich diesen Fokus verliere, könnte es hingegen sein, dass die Beziehung nicht mehr offen ist, sondern entweder in Ablehnung mündet oder in unerfüllte Erwartung. Wie kann ich in solchen zwischenmenschlichen Situationen Focusing nutzen?“

11.11.2013

Tipps & Tricks Nr. 28 – Ich möchte interessant und höflich wirken

In einem Einsteigerpaket kommt folgende Frage auf:

„Im Focusing habe ich öfters das Gefühl, meiner Begleitung zeigen zu müssen, dass ich vorwärtskomme und dass wirklich etwas passiert. Manchmal fühlt es sich auch unhöflich an, wenn ich nur bei mir bleibe. Es ist dann schwierig für mich, einfach still innezuhalten bzw. aktiv und offen zu warten, was in mir entsteht. Gibt es Wege, wie ich das einfacher hinbekommen kann?“

04.11.2013

Tipps & Tricks Nr. 27 – Ist Focusing effektiv?

In einem Vertiefungspaket kommt folgende Frage auf:

„Ich bin es aus der Verhaltenstherapie und in meiner Arbeit gewohnt, klare und strukturierte Fragen zu stellen; und am Focusing interessiert mich besonders, einfach mit dem inneren Erleben verbunden zu sein. Trotz meines Interesses an Focusing, schalte ich aber in manchen Situationen innerlich einfach ab, wenn ich solch einen Prozess begleite. Was in mir passiert ist, dass ich einfach nicht verstehe, was dort gesagt oder gemacht wird. Focusing kommt mir in solchen Momenten dann unglaublich uneffektiv und unzusammenhängend vor. Wie kann ich Focusing besser verstehen, sodass mir das nicht mehr so häufig passiert?“

28.10.2013

Tipps & Tricks Nr. 26 – Ich strenge mich an, um „gut“ zu sein

In einer Übungsgruppe wird folgende Frage gestellt:

„Ich bemerke neuerdings, dass ich mich beim Begleiten anstrenge, um gut zu sein. Ich habe mir deshalb in der letzten Sitzung die Freiheit genommen, mich selbst während der Begleitung stärker wahrzunehmen und zu klären. Ich habe sozusagen ein Mini-Focusing mit mir selbst gemacht und während der Begleitung ein paar treffende Beschreibungen auf ein Blatt Papier notiert. Danach konnte ich wieder besser, ohne so viel Anstrengung, begleiten. Ich bin mir trotzdem unsicher, ob das eine gute Idee ist, weil ich ja nicht meine volle Aufmerksamkeit bei der Person hatte, die ich begleitet habe.“

21.10.2013

Tipps & Tricks Nr. 25 – Lege ich mich fest, wenn ich etwas laut beschreibe?

In einem Einsteigerpaket kommt folgende Frage auf:

„Ich fühle mich nicht wohl damit, etwas im Focusing laut zu beschreiben. Wenn ich meine eigenen, laut ausgesprochenen Beschreibungen höre, dann erscheint es mir so als ob ich im weiteren Verlauf auf genau diese Beschreibung festgelegt bin. Das stoppt meinen Prozess und unterbindet, dass ich etwas in mir weiter untersuchen oder von anderen Seiten kennenlernen kann. Was kann ich tun, um mich weniger festgelegt zu fühlen?“

14.10.2013

Tipps & Tricks Nr. 24 – Wie kann ich etwas Bekanntes neu beschreiben?

In einem Einsteigerpaket kommt folgende Frage auf:

„Ich finde es schwierig, etwas zu beschreiben was mir schon lange bekannt ist. Ich bleibe dann oft bei den Worten, die ich schon kenne, wie zum Beispiel Angst oder Trauer. Das bringt mich aber nicht weiter. Mein Prozess bleibt dann stehen. Ich komme auch nicht wirklich in einen guten Kontakt. Wie kann ich das besser machen?“

07.10.2013

Nr. 23 – Wie häufig sollte ich reflektieren?

Eine Frage, die in letzter Zeit öfters aufgetaucht ist:

„Ich bin sehr zurückhaltend in der Focusing-Begleitung. Mir ist nicht klar, wie häufig ich eigentlich das reflektieren soll, was gesagt wurde.“

30.09.2013

Tipps & Tricks Nr. 22 – Was tun, wenn meine Begleitung mich zum Abschluß lobt?

Nach einem Focusing-Tandem kommt folgende Frage auf:

„Meine Focusing-Partnerin und ich machen unsere Sitzungen gerne direkt hintereinander. Im Anschluß an meine Sitzung hat meine Partnerin dann meinen Prozess mit einigen wenigen Worten kommentiert. Ihre Worte waren freundlich, aber ich hatte danach ein schlechtes Gefühl. Mir kam es so vor, als ob sie meinen Prozess mit ihrem eigenen vergleichen würde. Sie wollte mich anscheinend „loben“ oder zumindestens etwas „nettes“ zum Abschluß sagen. Ich fand das unangenehm - wie kann ich am besten mit so einer Situation umgehen?“

23.09.2013

Tipps & Tricks Nr. 21 – Kann Focusing meine Meditation leichter machen?

Jemand hat eine Frage zu Meditation und Focusing:

„Ich möchte gerne regelmässig meditieren und schaffe es nicht. Insbesondere der Anfang einer Meditation fällt mir schwer, aber auch wenn störende Gedanken oder Gefühle während der Meditation auftauchen. Ich empfinde dann Druck, es richtig oder gut machen zu müssen; und oft breche ich ab. Ich frage mich, ob Focusing mir bei meiner Meditation helfen kann?“

16.09.2013

Tipps & Tricks Nr. 20 – Ich verliere mich leicht in stressigen Interaktionen

Jemand schildert folgendes Anliegen:

„In meiner Arbeit erlebe ich jeden Tag stressige Interaktionen mit Jugendlichen. In diesen Situationen verliere ich den Kontakt zu meinem Körper und schwanke zwischen Gefühlen von Hilflosigkeit und dem Wunsch, mich durchzusetzen. Wie kann Focusing mir in diesen Situationen helfen?“

09.09.2013

Tipps & Tricks Nr. 19 – Wer übernimmt diese Aufgabe?

In einer Focusing-Sitzung geht es um folgendes Thema:

„Wir arbeiten zusammen als Team und es geht um die Entscheidung, wer von uns eine einwöchige Geschäftsreise unternimmt. Solch eine Reise ist anstrengend und ich befürchte, dass sich keiner von uns dafür melden wird. Wenn ich an diese Entscheidung denke, dann weiss ich überhaupt nicht, was ich machen soll.“

02.09.2013

Tipps & Tricks Nr. 18 – Wie schnell sich Wut in Liebe verwandeln kann

Seit ich von Deutschland nach Dänemark umgezogen bin, kenne ich eine Form der Wut, die anders ist. Stärker. Verzweifelter. Vielleicht hat sie damit zu tun, wie hilflos ich mich immer noch in manchen Situationen fühle; insbesondere dann, wenn es um Regeln geht, die ich nicht genau kenne – und hier insbesondere in den Bereichen Gesundheitssystem, Steuersystem und Sprache.

26.08.2013

Tipps & Tricks Nr. 17 – Darf ich meine Gefühle nicht haben?

Jemand schildert folgendes Anliegen innerhalb eines Einsteigerpakets:

„Ich habe Schwierigkeiten mit der Präsenzsprache: „Ich spüre etwas in mir ...“. Für mich fühlt es sich so an, als ob ich dadurch einen Teil von mir abspalten oder kleiner machen soll; und das fühlt sich nicht richtig an. Ich mag deswegen auch nicht in Focusing-Tandems arbeiten. Für mich ist es dann so, als ob ich meine eigenen Gefühle nicht mehr haben darf. Dies führt bei mir dazu, dass ich meine Gefühle im Focusing nur schwer wahrnehmen kann; es erinnert mich zu sehr daran, wie ich aufgewachsen bin.“

19.08.2013

Tipps & Tricks Nr. 16 – Wie unterstütze ich glückliche Momente?

In der letzten Übungsgruppe ging es auch um folgende Fragestellung:

„Mir fällt auf, dass meine Focusing-Partnerin in ihrem Prozess immer in der Logik des Problems bleibt, welches sie gerade bearbeitet. Zwischendurch entstehen Momente wie z.B. Erleichterung („Ah, stimmt, das ist so erleichternd!“), Verstehen („Ja genau, so ist das bei mir. Herrlich!“) oder Freude („Ich bin so froh, dass all das endlich einmal so sein darf. “) – und diese Moment verfliegen für mein Gefühl viel zu schnell und ohne gewürdigt zu werden. Kann ich diese flüchtigen Momente aus der Begleitung heraus irgendwie besser unterstützen?“

12.08.2013

Tipps & Tricks Nr. 15 – Wenn Gedanken kommen, bin ich verkopft oder im Kontakt?

Jemand hat folgende Frage zu dem Umgang mit Gedanken:

„Es ist so wohltuend, wenn ich es im Focusing schaffe, sich ängstigende Anteile einfach so anzunehmen wie sie sind. Gleichzeitig bemerke ich dann aber oft Gedanken, die mir die Angst erklären, so nach dem Motto „Das kommt daher, dass ...“. Die Gedanken scheinen mit den Gefühlen von Angst verbunden zu sein. Daher meine Frage: Bin ich verkopft? Oder ist das Kontakt?“

05.08.2013

Tipps & Tricks Nr. 14 – Ist Präsenz auch etwas für meine Kinder?

Jemand hat folgendes Anliegen im Focusing:

„Ich bin begeistert, wie sehr mir allein die erste Stunde des Einsteigerpakets über Präsenz geholfen hat mich besser zu verstehen und auch besser mit mir umzugehen. Wie ist Ihre Erfahrung - geht das auch mit meinen Kindern, 4 und 6 Jahre alt?“

29.07.2013

Tipps & Tricks Nr. 13 – Ich vermeide es, meine Altersvorsorge zu planen

Jemand hat folgendes Anliegen im Focusing:

„In letzter Zeit ist es mir klar geworden, dass ich mich in schwierigen Konfliktsituationen gewohnheitsmäßig zurückziehe bzw. dem Konflikt versuche auszuweichen. Dies passiert mir im Moment besonders mit dem Thema Altersvorsorge, das mir Angst macht. Ich vermeide es dann, mich wirklich damit auseinanderzusetzen. Ich möchte mir dieses Muster mit Focusing genauer anschauen, aber auch konkret im Alltag damit weiterkommen. Was wäre ein geeigneter Ansatzpunkt?“

22.07.2013

Tipps & Tricks Nr. 12 – Nicht zusammenhängende Sitzungen

Nach einer Einzelsitzung/-supervision mit mir wird folgendes Problem beschrieben:

„Bisher habe ich Focusing immer nur in einzelnen, nicht zusammenhängenden Sitzungen für mich eingesetzt. Ich merke jetzt, dass mir das nicht mehr reicht und ich gerne längerfristig an einem Thema dranbleiben möchte. Meine Frage ist, welche Ideen es dazu gibt.“

15.07.2013

Tipps & Tricks Nr. 11 – Ich bin frustriert und will endlich in Gang kommen

Jemand beschreibt folgendes Problem:

„Ich stecke in der Mitte eines Studiums und müsste langsam eine wichtige Arbeit für mein Studium in Angriff nehmen. Ich habe aber nur wenig Motivation und möchte jetzt Focusing dazu benutzen, endlich in Gang zu kommen. Ich habe schon viele Strategien ausprobiert. Im Focusing ist mein Problem, dass wenn ich mir dieses Thema anschaue nichts weiter entsteht und ich mich nur noch schlechter und festgefahrener fühle. Ich bin frustriert. Wie kann ich dieses Dilemma lösen?“

08.07.2013

Tipps & Tricks Nr. 10 – Was ist direkt nach einer Sitzung angemessen?

Jemand beschreibt folgendes Problem:

„Meine Focusing-Partnerin und ich haben uns angewöhnt, nach einer Focusing-Sitzung noch viel darüber zu sprechen. Ich fand das eine Zeit lang sehr interessant und lehrreich. Jetzt merke ich aber zunehmend, dass es mich erschöpft und irritiert.“

01.07.2013

Tipps & Tricks Nr. 9 –Selbstkommentare, wie gehe ich damit um?

In Focusing-Tandems kommt es manchmal zu folgender Situation:

„Wenn ich begleite, dann höre ich des öfteren Kommentare wie zum Beispiel ‚Ich weiß nicht was das soll‘ oder ‚Ich bin nicht sicher‘. Mir ist nicht klar, wie ich damit am besten in der Begleitung umgehen sollte. Ich weiß nicht, wie ich das reflektieren kann.“

24.06.2013

Tipps & Tricks Nr. 8 – Ich beschreibe nur körperliche Symptome oder Verpannungen

In den ersten Versuchen mit Focusing, manchmal aber auch nach längerer Zeit des Übens, kommt folgende Frage auf:

„Wenn ich mich mit einem Problem oder Thema auseinandersetzen möchte, dann beschreibe ich ersteinmal alles in meinem Körper, was dazu auftaucht. Allerdings bleibe ich nach einer Weile in der Beschreibung meiner Symptome oder körperlichen Verspannungen stecken und es passiert nicht mehr.“

17.06.2013

Tipps & Tricks Nr. 7 – Ich mache Focusing nur, wenn es mir gut geht

Immer mal wieder steht folgendes Thema am Anfang einer wirkungsvollen Focusing-Praxis:

„Ich bin gestresst und mein Terminkalender ist voll. Ich komme einfach nicht dazu, einen Termin mit meinem Focusing-Tandem einzurichten; oder wenn wir einen Termin schaffen, dann weiß ich vor lauter Gedanken und Themen, die in meinem Kopf herumschwirren, nicht womit ich eigentlich arbeiten will.“

10.06.2013

Tipps & Tricks Nr. 6 – Ich möchte diese Gefühle nicht mehr haben

Jemand schreibt mir:

„Ich bin inmitten einer beruflichen Neuorientierung und ich habe Schwierigkeiten, mit den Gefühlen von Ärger und Ungewissheit in Präsenz zu sein. Wenn ich ehrlich bin, dann möchte ich diese Gefühle am liebsten überhaupt nicht mehr haben. Irgendwie schaffe ich es nicht, mit meinen Gefühlen in Präsenz zu sein.“

03.06.2013

Tipps & Tricks Nr. 5 – Ich möchte nicht mehr so viel mit meiner Tochter streiten

In einer ersten Sitzung des Einsteigerpakets kommt folgendes Thema auf:

„Meine Tochter ist jetzt 28 Jahre alt und ihr geht es oft nicht so gut. Immer wenn wir uns treffen, versuche ich dann, ihr zu helfen oder werde wütend auf sie. Ich habe das Gefühl, dass Focusing mir auch in dieser Beziehung helfen könnte, aber wie kann ich das machen?“

27.05.2013

Tipps & Tricks Nr. 4 – Ich nehme im Focusing hauptsächlich meinen Kopf wahr, aber ein Felt Sense soll doch im Körper sein.

In einer Supervision zu dem Einsteigerpaket wird folgende Frage gestellt:

„Ich spüre im Focusing oft hauptsächlich meinen Kopf, aber es heißt ja immer, dass ein Felt Sense im Spürraum von Kehle, Brust und Bauch sein soll. Mache ich da etwas falsch? Es ist oft so, dass sich mein Kopf viel zu groß oder zu dominant anfühlt, und da ist sehr viel los; so, als ob es deutlicher wahrzunehmen ist als der Rest meines Klroers. Und im Gegensatz dazu habe ich Schwierigkeiten, zum Beispiel etwas im Bauch wahrzunehmen.“

19.05.2013

Tipps & Tricks Nr. 3 - Zu viele Reflektionen bringen mich aus dem Kontakt. Was kann ich tun?

In einem Coaching für Focusing-Tandems kommt folgendes Thema auf:

„Meine Focusing-Begleitung gibt mir zu viele Reflektionen. Mein Problem dabei ist, dass mich Reflektionen im Moment aus dem Kontakt mit mir selbst bringen. Ich habe jetzt die Idee, dass ich vorweg darum bitten könnte ersteinmal keine Reflektionen mehr zu bekommen und bin mir aber nicht sicher, ob das geht.“

14.05.2013

Tipps & Tricks Nr. 2 – Kann ich mir selbst überhaupt noch vertrauen, wenn ich schon falsche Entscheidungen in meinem Leben getroffen habe?

„Nach einer Trennung von meiner langjährigen Freundin stehe ichgefühlsmässig vor dem Nichts. Ich versuche damit ins Focusing zu gehen und frage mich, ob ich mir selbst überhaupt noch vertrauen kann. Wie kann ich dem vertrauen was im Focusing auftaucht, wenn ich doch schon so viele falsche Entscheidungen in meinem Leben getroffen habe?“

12.05.2013

Tipps & Tricks Nr. 1 - Was kann ich tun, wenn viele verschiedene starke Gefühle auftauchen?

Eine wichtige Frage, die so häufiger im Focusing auftritt:

"Ich möchte anfangen, mich im Focusing mit einem schwierigen Thema in meinem Leben auseinandersetzen. Was ich normalerweise nur als eine Art Frustration wahrnehme, wird im Focusing schnell zu vielen verschiedenen Gefühlen, die aufeinander folgen und sich gegenseitig bekämpfen. Ich springe dann zwischen diesen Gefühle hin und her. Ich verliere schnell den roten Faden und frage mich jetzt Was kann ich tun? Ist das normal?"

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